iCard 2026: Konto, Karten, Gebühren und Sicherheit
iCard ist eine digitale Wallet mit persönlicher IBAN, verschiedenen Währungskonten und physischen sowie virtuellen Debitkarten. Das Angebot richtet sich an Privatkunden, die ihre Zahlungen überwiegend über eine App verwalten möchten.
Das Standardkonto besitzt keine monatliche oder jährliche Grundgebühr. Kostenlos bedeutet bei iCard jedoch nicht, dass sämtliche Leistungen gebührenfrei sind. Für SEPA-Überweisungen, Bargeldabhebungen, Kartenaufladungen, Fremdwährungen und bestimmte Zusatzleistungen können Kosten entstehen.
Besonders wichtig ist die rechtliche Einordnung: iCard ist keine klassische Bank, sondern ein bulgarisches E‑Geld-Institut. Das Guthaben wird deshalb anders geschützt als eine Bankeinlage.
Dieser Beitrag zeigt die Leistungen, Gebühren, Karten und Risiken von iCard auf dem Stand von August 2026.
iCard im schnellen Überblick
| Merkmal | Aktueller Stand |
|---|---|
| Anbieter | iCard AD |
| Unternehmenssitz | Varna, Bulgarien |
| Regulierung | Bulgarische Nationalbank |
| Rechtsstatus | Electronic Money Institution |
| Bankstatus | Keine klassische Bank |
| Persönliche IBAN | Ja |
| Grundgebühr Standardkonto | 0 Euro |
| Virtuelle Karten | Erste Visa und Mastercard kostenlos |
| Physische Standardkarte | Erste Karte ohne Ausgabegebühr |
| Apple Pay | Ja |
| Google Pay | Ja |
| Garmin Pay | Ja |
| SEPA-Überweisung | 1 Euro im Standardtarif |
| SEPA Instant | 2 Euro im Standardtarif |
| Bargeldabhebung in der EU | 2 Euro im Standardtarif |
| Gesetzliche Einlagensicherung | Nein |
| Schutz der Kundengelder | Getrennte Verwahrung |
| Verfügbarkeit | Zahlreiche europäische Länder einschließlich Deutschland und Zypern |
Stand der Gebühren: 27. August 2026. Die offizielle iCard-Gebührenübersicht ist seit dem 26. Juni 2026 gültig.
Was ist iCard?
iCard ist eine digitale E‑Geld- und Zahlungsplattform. Nutzer erhalten nach erfolgreicher Registrierung und Identitätsprüfung ein Zahlungskonto, das über die mobile App und das Onlinebanking verwaltet werden kann.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- persönliche IBAN,
- SEPA-Überweisungen,
- SEPA-Echtzeitüberweisungen,
- internationale Überweisungen,
- physische Debitkarten,
- virtuelle Visa- und Mastercard,
- Apple Pay,
- Google Pay,
- Garmin Pay,
- Überweisungen an andere iCard-Nutzer,
- Währungsumtausch,
- Kartensteuerung über die App,
- Lastschriften,
- optionale Premiumkarten,
- verschiedene Zusatzdienste.
iCard ist offizieller Teilnehmer am SEPA-Zahlungsverkehr und nach eigenen Angaben Principal Member von Visa und Mastercard. Der Anbieter darf seine Dienste über den europäischen Passporting-Mechanismus in Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums anbieten.
Wer steht hinter iCard?
Betreiber ist die iCard AD mit Sitz in Varna in Bulgarien.
Das Unternehmen wird von der Bulgarischen Nationalbank als E‑Geld-Institut beaufsichtigt. In den aktuellen Vertragsbedingungen wird die Lizenznummer 4703-5081 vom 25. Juli 2011 genannt.
Die Bulgarische Nationalbank führt ein öffentliches Register der zugelassenen E‑Geld-Institute. Dieses Register wird regelmäßig aktualisiert.
Das bedeutet:
- iCard arbeitet nicht ohne Finanzaufsicht,
- der Anbieter muss europäische Zahlungs- und Geldwäschevorschriften beachten,
- Kundengelder müssen nach gesetzlichen Regeln geschützt werden,
- iCard ist trotzdem keine klassische Geschäftsbank.
Diese Unterscheidung ist entscheidend für die Beurteilung der Guthabensicherheit.
Ist iCard eine Bank?
Nein. iCard ist ein Electronic Money Institute, kurz EMI.
Ein E‑Geld-Konto kann im Alltag ähnlich wie ein Bankkonto verwendet werden. Nutzer erhalten eine IBAN, können Überweisungen ausführen, Geld empfangen und mit einer Debitkarte bezahlen.
Rechtlich handelt es sich jedoch nicht um ein klassisches Bankkonto. Das Guthaben auf dem Konto ist elektronisches Geld und stellt eine Forderung gegenüber iCard als ausgebendem Finanzinstitut dar.
iCard darf Kundengelder nach eigenen Angaben weder als Kredite vergeben noch für eigene Zwecke investieren.
Besitzt iCard eine Einlagensicherung?
Das Guthaben bei iCard unterliegt nicht der klassischen gesetzlichen Einlagensicherung für Bankeinlagen.
Die iCard-Vertragsbedingungen erklären ausdrücklich, dass das ausgegebene E‑Geld:
- keine Bankeinlage ist,
- keine Wertpapierdienstleistung darstellt,
- nicht durch ein Einlagensicherungssystem geschützt wird,
- nicht verzinst wird.
Kundengelder werden stattdessen auf getrennten Konten bei Kreditinstituten verwahrt. Diese sogenannten segregierten Konten sollen das Geld der Kunden vom eigenen Vermögen des Unternehmens trennen.
Einlagensicherung und Safeguarding im Vergleich
| Bankeinlagensicherung | E‑Geld-Safeguarding |
|---|---|
| Gilt für Bankeinlagen | Gilt für E‑Geld-Guthaben |
| Gesetzlicher Schutz bis zum festgelegten Höchstbetrag | Getrennte Verwahrung der Kundengelder |
| Auszahlung über ein Einlagensicherungssystem | Rückzahlung aus den getrennt gehaltenen Geldern |
| Betrifft lizenzierte Kreditinstitute | Betrifft Zahlungs- und E‑Geld-Institute |
| iCard fällt nicht darunter | iCard verwendet dieses Modell |
Nach den EU-Vorgaben muss elektronisches Geld von den eigenen Unternehmensgeldern getrennt und gegen Ansprüche anderer Gläubiger geschützt werden. E‑Geld selbst fällt grundsätzlich nicht unter das klassische Einlagensicherungssystem.
Das Safeguarding-System ist ein wichtiger Schutz. Es ist jedoch nicht identisch mit einer staatlichen Einlagengarantie bis 100.000 Euro.
Für sehr große Guthaben sollte iCard deshalb nicht unkritisch wie ein Sparkonto verwendet werden.
Welche Länder unterstützt iCard?
iCard richtet sich vor allem an Kunden in Europa.
In der aktuellen Gebührenübersicht werden unter anderem folgende Länder angeboten:
- Deutschland,
- Zypern,
- Österreich,
- Belgien,
- Bulgarien,
- Kroatien,
- Tschechien,
- Dänemark,
- Estland,
- Finnland,
- Frankreich,
- Griechenland,
- Ungarn,
- Irland,
- Italien,
- Lettland,
- Litauen,
- Luxemburg,
- Malta,
- Niederlande,
- Polen,
- Portugal,
- Rumänien,
- Slowakei,
- Slowenien,
- Spanien,
- Schweden,
- Norwegen,
- Island,
- Liechtenstein,
- Schweiz.
Ob eine Kontoeröffnung möglich ist, hängt nicht nur von der Staatsangehörigkeit ab. Der Anbieter prüft außerdem den Wohnsitz, das Ausweisdokument, die steuerliche Ansässigkeit und die internen Compliance-Voraussetzungen.
Deutschland und Zypern sind in der aktuellen Gebührenauswahl ausdrücklich enthalten.
Kontoeröffnung und Verifizierung
Die Registrierung erfolgt über die mobile iCard-App.
Typischerweise werden folgende Angaben benötigt:
- vollständiger Name,
- Geburtsdatum,
- Wohnanschrift,
- Mobiltelefonnummer,
- E-Mail-Adresse,
- gültiges Ausweisdokument,
- steuerliche Ansässigkeit,
- persönliche Steueridentifikationsnummer,
- Informationen zur beruflichen Tätigkeit,
- Angaben zur geplanten Kontonutzung.
Zusätzlich kann eine Video- oder biometrische Identitätsprüfung erforderlich sein.
Die Kontoeröffnung ist grundsätzlich kostenlos. iCard kann eine Registrierung dennoch ablehnen oder zusätzliche Unterlagen verlangen.
Bei größeren oder ungewöhnlichen Transaktionen können später Nachweise zur Herkunft des Geldes angefordert werden.
Dazu können gehören:
- Gehaltsabrechnungen,
- Kontoauszüge,
- Verkaufsverträge,
- Steuerunterlagen,
- Rechnungen,
- Unternehmensunterlagen,
- Nachweise über Erbschaften,
- Belege über Immobilienverkäufe.
Das ist bei regulierten FinTech-Anbietern nicht ungewöhnlich. Nutzer sollten trotzdem darauf achten, dass sie größere Zahlungseingänge nachvollziehbar dokumentieren können.
Persönliche IBAN
iCard stellt für das Zahlungskonto eine persönliche IBAN bereit.
Die Kontodaten können direkt in der App aufgerufen und mit anderen Personen oder Unternehmen geteilt werden.
Mit der IBAN können Nutzer beispielsweise:
- Überweisungen empfangen,
- Geld von einem eigenen Bankkonto einzahlen,
- Rechnungen bezahlen,
- SEPA-Überweisungen versenden,
- unter bestimmten Bedingungen Lastschriften nutzen.
Die iCard-IBAN ist kein Nachweis dafür, dass es sich um ein klassisches Bankkonto handelt. Sie gehört zu einem E‑Geld-Konto.
Unterstützte Währungen
Privatkunden können derzeit Konten in bis zu fünf Währungen eröffnen:
- Euro,
- Britisches Pfund,
- Schweizer Franken,
- US-Dollar,
- Rumänischer Leu.
Nach Angaben von iCard können pro unterstützter Währung bis zu drei Konten eröffnet werden.
Nicht jede Funktion steht für jede Währung zur Verfügung. Besonders wichtig: Obwohl ein USD-Konto angeboten wird, können ausgehende Banküberweisungen in US-Dollar nach der aktuellen Hilfeübersicht nicht verarbeitet werden.
Vor der Nutzung für internationale Zahlungen sollten daher die jeweils unterstützten Überweisungswährungen kontrolliert werden.
Wie funktioniert der Währungsumtausch?
Währungen können innerhalb der App gewechselt werden. iCard veröffentlicht eigene Wechselkurse, die regelmäßig anhand der vom Anbieter erzielten Großhandelskurse angepasst werden.
Bei einer Kartenzahlung in einer anderen Währung als der Kartenwährung verwendet iCard den jeweils eigenen Umrechnungskurs. Der angewendete Kurs und eine mögliche Gebühr werden anschließend in der Transaktionshistorie angezeigt.
Damit ist der Währungsumtausch nicht automatisch kostenlos oder identisch mit dem offiziellen Devisenmittelkurs.
Vor einer größeren Umrechnung sollte der in der App angezeigte Endbetrag mit Alternativen verglichen werden.
Dynamische Währungsumrechnung vermeiden
Am Geldautomaten oder Kartenterminal wird manchmal angeboten, den Betrag direkt in Euro umzurechnen. Diese sogenannte Dynamic Currency Conversion wird vom Geldautomaten- oder Terminalbetreiber angeboten.
In vielen Fällen ist es günstiger, die Zahlung in der lokalen Währung ausführen zu lassen und die Umrechnung iCard beziehungsweise dem Kartensystem zu überlassen.
Standardkonto und kostenlose Karten
Das Standardkonto besitzt derzeit:
- keine Eröffnungsgebühr,
- keine monatliche Kontogebühr,
- keine jährliche Kontogebühr.
Nach erfolgreicher Eröffnung erhalten Nutzer:
- eine virtuelle Visa-Karte,
- eine virtuelle Mastercard,
- die Möglichkeit, eine erste physische Standardkarte ohne Ausgabegebühr zu bestellen.
Die ersten beiden virtuellen Karten werden nach Ablauf grundsätzlich wieder kostenlos ersetzt. Weitere virtuelle Karten kosten derzeit 1,90 Euro.
Physische Standardkarte
Als Standardkarten werden unter anderem iCard Aqua und iCard Air angeboten.
Die erste Standardkarte besitzt keine Ausgabegebühr. Für zusätzliche Karten verlangt iCard aktuell 5 Euro pro Karte. Die normale Zustellung kann kostenlos sein; eine Expresszustellung kann zusätzliche Kosten verursachen.
„Kostenlose Karte“ bedeutet somit hauptsächlich:
- keine Ausgabegebühr für die erste Standardkarte,
- keine monatliche Kartengebühr,
- keine jährliche Kartengebühr.
Bargeldabhebungen, Ersatzkarten und bestimmte Transaktionen können trotzdem kostenpflichtig sein.
Aktuelle Gebühren des Standardkontos
Die folgende Auswahl gilt laut iCard-Gebührenübersicht seit dem 26. Juni 2026.
| Leistung | Gebühr |
|---|---|
| Kontoeröffnung | 0 Euro |
| Monatliche Kontogebühr | 0 Euro |
| Jährliche Kontogebühr | 0 Euro |
| Einzahlung per Banküberweisung | 0 Euro |
| Aufladung mit privater EU-Karte | 0,70 %, mindestens 0,10 Euro |
| Aufladung über Apple Pay | 0,70 %, mindestens 0,10 Euro |
| Aufladung über Google Pay | 0,70 %, mindestens 0,10 Euro |
| Aufladung mit Geschäftskarte oder Nicht-EU-Karte | 2,80 %, mindestens 0,75 Euro |
| Überweisung an iCard-Nutzer | 0 Euro |
| Reguläre SEPA-Überweisung | 1 Euro |
| SEPA-Echtzeitüberweisung | 2 Euro |
| SEPA-Lastschrift | 0,50 Euro |
| Internationale SHA-Überweisung | 0,20 %, mindestens 5 Euro |
| Bargeldabhebung in der EU | 2 Euro |
| Bargeldabhebung außerhalb der EU | 1,80 % zuzüglich 2 Euro |
| Kartenzahlung am Terminal | 0 Euro |
| Onlinekartenzahlung | 0 Euro |
| Einleitung eines Chargebacks | 15 Euro |
| Auszahlung bei Kontoschließung | 15 Euro |
Die Kosten zeigen, dass iCard vor allem für Kartenzahlungen und interne Überweisungen günstig sein kann. Wer häufig SEPA-Überweisungen ausführt oder Bargeld abhebt, sollte genau vergleichen.
Die vollständige Gebührenübersicht enthält außerdem weitere Kosten für internationale Überweisungen, Nachforschungen, Rückrufe, Kartenersatz und Sonderleistungen.
Gebühren bei hohen Guthaben und Inaktivität
In der Gebührenübersicht finden sich einige Positionen, die leicht übersehen werden können.
Hohe Kontoguthaben
Wenn das Gesamtguthaben aller persönlichen iCard-Konten 50.000 Euro übersteigt, kann auf den darüberliegenden Betrag eine Verwahrgebühr von jährlich 1 Prozent berechnet werden.
Die Gebühr wird nur für die Tage berechnet, an denen das Guthaben oberhalb des Grenzwertes liegt.
Inaktivitätsgebühr
Die Gebührenübersicht nennt eine Inaktivitätsgebühr von 25 Euro. Diese kann entsprechend den Vertragsbedingungen als administrative Gebühr berechnet werden.
Gebühr bei fehlender Mitwirkung
Reagiert ein Kunde nicht auf angeforderte Informationen oder Compliance-Unterlagen, kann eine monatliche Verwaltungsgebühr von 50 Euro entstehen.
Diese Positionen sprechen dagegen, größere Geldbeträge langfristig ungenutzt bei iCard aufzubewahren.
iCard Infinite
iCard Infinite ist der erste Premiumtarif.
Aktuelle Kosten:
- 9,99 Euro bei monatlicher Abrechnung,
- 99,99 Euro bei jährlicher Abrechnung,
- Hauptkarte ohne zusätzliche Ausgabegebühr.
Zu den beworbenen Leistungen gehören:
- höhere Transaktionslimits,
- fünf kostenlose EU-Bargeldabhebungen pro Monat,
- Reiseversicherung,
- Concierge-Service,
- LoungeKey-Zugang,
- ausgewählte Visa-Premiumangebote,
- Expresskartenversand innerhalb des EWR,
- bevorzugter Kundenservice.
Die Reiseversicherung bietet laut Anbieter eine Deckung von bis zu 60.000 Euro. Sie muss nach den jeweiligen Versicherungsbedingungen durch eine Zahlung oder Bargeldabhebung im Ausland aktiviert werden.
Lounge-Zugang richtig einordnen
Der LoungeKey-Zugang bedeutet nicht automatisch, dass jeder Flughafen-Lounge-Besuch kostenlos ist.
iCard nennt derzeit einen bevorzugten Preis von 30 Euro pro Person und Besuch. Kostenlose Zugänge gelten nur bei bestimmten teilnehmenden Flughäfen oder Aktionen. Die jeweils aktuellen Bedingungen müssen vor der Reise kontrolliert werden.
iCard Metal
Metal ist der teuerste Privatkundentarif.
Aktuelle Kosten:
- 50 Euro Ausgabegebühr bei monatlicher Bestellung,
- 10,99 Euro pro Monat,
- alternativ 159 Euro pro Jahr,
- beim Jahrestarif ist die Kartenausgabe enthalten.
Zu den Leistungen gehören:
- Metallkarte,
- höchste Tariflimits,
- kostenlose Bargeldabhebungen im Europäischen Wirtschaftsraum,
- kostenlose SEPA- und SEPA-Instant-Überweisungen innerhalb der Tarifgrenzen,
- Reiseversicherung,
- Concierge-Service,
- LoungeKey-Zugang,
- bevorzugter Kundenservice,
- bis zu 1 Prozent Cashback.
Cashback-Regeln
Die Aussage „1 Prozent Cashback“ gilt nicht für jede Zahlung.
iCard nennt derzeit:
- 0,2 Prozent Cashback auf Zahlungen innerhalb des EWR,
- 1 Prozent Cashback auf Zahlungen außerhalb des EWR.
Die Zahlung muss die jeweiligen Cashback-Bedingungen erfüllen. Rückerstattete, ausgeschlossene oder nicht qualifizierende Zahlungen können vom Cashback ausgenommen sein.
Vergleich der drei iCard-Tarife
| Merkmal | Standard | Infinite | Metal |
|---|---|---|---|
| Kontogrundgebühr | 0 Euro | 9,99 €/Monat oder 99,99 €/Jahr | 10,99 €/Monat oder 159 €/Jahr |
| Erste Standardkarte | Kostenlos | – | – |
| Premiumkarte | Nein | Visa Infinite | Metallkarte |
| EU-/EWR-Abhebungen | 2 Euro | 5 pro Monat kostenlos | Kostenlos |
| SEPA-Überweisung | 1 Euro | Nach Tarif | Innerhalb der Tarifgrenzen kostenlos |
| SEPA Instant | 2 Euro | Nach Tarif | Innerhalb der Tarifgrenzen kostenlos |
| Reiseversicherung | Nein | Ja | Ja |
| Concierge | Nein | Ja | Ja |
| Lounge-Programm | Nein | Ja | Ja |
| Cashback | Nein | Nein | Bis zu 1 % |
| Limits | Standard | Erhöht | Am höchsten |
Die Premiumtarife lohnen sich nicht allein wegen der Optik der Karte. Entscheidend ist, ob die eingesparten Überweisungs- und Abhebegebühren sowie die Reiseleistungen die Abonnementkosten tatsächlich ausgleichen.
Apple Pay, Google Pay und Garmin Pay
iCard unterstützt aktuell:
- Apple Pay,
- Google Pay,
- Garmin Pay.
Physische und virtuelle Visa-Karten können den unterstützten Wallets hinzugefügt werden. Bei mobilen Zahlungen werden die tatsächlichen Kartendaten durch einen digitalen Token ersetzt.
Dadurch können Nutzer:
- kontaktlos im Geschäft bezahlen,
- Zahlungen per Smartphone bestätigen,
- kompatible Smartwatches verwenden,
- virtuelle Karten auch für kontaktlose Zahlungen nutzen.
Die Verfügbarkeit kann vom verwendeten Gerät, Betriebssystem, Kartenmodell und Wohnsitzland abhängen.
Sicherheitsfunktionen der App
Die iCard-App bietet verschiedene Sicherheitsfunktionen:
- biometrische Anmeldung,
- persönlicher App-Code,
- Kartensperrung und Entsperrung,
- individuelle Kartenlimits,
- Anzeige der Karten-PIN,
- Push-Benachrichtigungen,
- 3D Secure,
- Bestätigung von Überweisungen in der App,
- Überwachung verdächtiger Transaktionen,
- Tokenisierung bei mobilen Zahlungen.
Nutzer sollten trotzdem grundlegende Sicherheitsregeln beachten:
- niemals Freigabecodes weitergeben,
- keine App über fremde Links installieren,
- Smartphone mit aktuellem Betriebssystem verwenden,
- SIM-Karte mit PIN schützen,
- Push-Mitteilungen aktivieren,
- unbekannte Zahlungen sofort melden,
- Karte bei Verlust direkt einfrieren,
- öffentliche WLAN-Netze für sensible Vorgänge vermeiden.
Kontosperrungen und Compliance-Prüfungen
Wie andere regulierte FinTech-Anbieter kann iCard ein Konto vorübergehend einschränken.
Mögliche Gründe sind:
- ungewöhnliche Transaktionen,
- abgelaufene Dokumente,
- fehlende Angaben,
- notwendige Sicherheitsprüfungen,
- Verdacht auf Vertragsverletzungen,
- gesetzliche Geldwäscheprüfungen.
iCard weist darauf hin, dass bei einer Sperrung zusätzliche Informationen oder Dokumente angefordert werden können. Eine feste Bearbeitungszeit wird nicht garantiert.
Deshalb sollte iCard nicht das einzige verfügbare Zahlungskonto sein. Eine zweite Bankverbindung und eine Ersatzkarte sind insbesondere auf Reisen sinnvoll.
Kryptowährungen und Edelmetalle
Über iCard können je nach Verfügbarkeit digitale Vermögenswerte und Edelmetalle gehandelt werden.
Der eigentliche Dienst wird nach der aktuellen Gebührenübersicht von Bitpanda bereitgestellt. Preise, Spreads und Gebühren richten sich nach dem jeweiligen Vermögenswert und werden vor der Bestätigung in der App angezeigt.
Dabei ist zu beachten:
- Kryptowerte sind keine Bankeinlagen,
- Kurse können stark schwanken,
- Spreads können höher als bei spezialisierten Börsen sein,
- nicht jede Funktion steht in jedem Land zur Verfügung,
- steuerliche Pflichten bleiben beim Nutzer.
Für umfangreiche Investments ist eine Zahlungs-App nicht automatisch die günstigste Handelsplattform.
iCard für Nutzer in Deutschland
Für deutsche Nutzer kann iCard vor allem als zusätzliches Zahlungskonto interessant sein.
Mögliche Vorteile:
- persönliche IBAN,
- kostenloses Standardkonto,
- virtuelle Visa und Mastercard,
- physische Debitkarte,
- Apple Pay und Google Pay,
- mehrere Währungskonten,
- europaweite Nutzung.
Mögliche Nachteile:
- keine deutsche Banklizenz,
- keine klassische Einlagensicherung,
- SEPA-Überweisungen im Standardtarif kosten Geld,
- Bargeldabhebungen sind nicht kostenlos,
- Kundenservice und Vertragsunterlagen sind nicht vollständig auf Deutsch verfügbar,
- bei Compliance-Prüfungen kann das Konto vorübergehend eingeschränkt werden.
iCard für Nutzer in Zypern
Zypern wird in der aktuellen iCard-Gebührenübersicht als unterstütztes Land aufgeführt.
Für in Zypern lebende Nutzer kann iCard interessant sein als:
- zusätzliche Visa-Debitkarte,
- Ersatzkonto für Reisen,
- virtuelle Karte für Onlinekäufe,
- Konto für bestimmte SEPA-Zahlungen,
- Wallet für Apple Pay oder Google Pay,
- Ergänzung zu einer zyprischen Bank.
Weniger attraktiv ist das Standardkonto, wenn regelmäßig Bargeld abgehoben oder eine große Zahl von SEPA-Überweisungen ausgeführt wird. In diesen Fällen können sich die Einzelgebühren summieren.
Auch in Zypern sollte iCard wegen der fehlenden klassischen Einlagensicherung eher als Zahlungs- und Nebenkonto und nicht als alleiniger Aufbewahrungsort für größere Rücklagen verwendet werden.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- keine Grundgebühr im Standardtarif,
- persönliche IBAN,
- erste physische Standardkarte ohne Ausgabegebühr,
- zwei kostenlose virtuelle Karten,
- Visa und Mastercard verfügbar,
- Apple Pay, Google Pay und Garmin Pay,
- mehrere Währungskonten,
- kostenlose interne iCard-Überweisungen,
- umfangreiche Kartensteuerung,
- EU-reguliertes E‑Geld-Institut,
- getrennte Verwahrung der Kundengelder,
- optionale Premiumtarife.
Nachteile
- keine klassische Bank,
- keine gesetzliche Einlagensicherung,
- SEPA-Überweisungen im Standardtarif kostenpflichtig,
- SEPA Instant im Standardtarif relativ teuer,
- Bargeldabhebungen kostenpflichtig,
- Kartenaufladungen nicht kostenlos,
- eigene Wechselkurse des Anbieters,
- Gebühr bei Guthaben über 50.000 Euro,
- mögliche Inaktivitätsgebühr,
- mögliche Einschränkungen bei Compliance-Prüfungen,
- einige Leistungen und Währungen nur eingeschränkt verfügbar.
Für wen eignet sich iCard?
iCard kann sinnvoll sein für:
- Nutzer, die ein zusätzliches europäisches Zahlungskonto suchen,
- Onlinekäufer, die getrennte virtuelle Karten verwenden möchten,
- Personen, die Apple Pay oder Google Pay nutzen,
- Reisende, die mehrere Währungskonten benötigen,
- Nutzer in Deutschland oder Zypern, die eine Ersatzkarte wünschen,
- Personen, die ihre Karten vollständig per App kontrollieren möchten.
Weniger geeignet ist iCard für:
- hohe, langfristig gelagerte Guthaben,
- Nutzer, die zwingend eine gesetzliche Einlagensicherung erwarten,
- Personen mit vielen monatlichen SEPA-Überweisungen im Standardtarif,
- häufige Bargeldnutzer,
- Kunden, die persönlichen Filialservice benötigen,
- Personen, die ausschließlich eine deutsche oder zyprische IBAN wünschen.
Checkliste vor der Kontoeröffnung
Vor der Registrierung sollten folgende Punkte geprüft werden:
- Wird das eigene Wohnsitzland unterstützt?
- Reicht das Standardkonto aus?
- Wie viele SEPA-Überweisungen werden monatlich ausgeführt?
- Wie häufig wird Bargeld abgehoben?
- Werden Fremdwährungen benötigt?
- Sind die iCard-Wechselkurse konkurrenzfähig?
- Werden Premiumleistungen tatsächlich genutzt?
- Sind die Reiseversicherungsbedingungen ausreichend?
- Besteht ein zusätzliches Bankkonto als Reserve?
- Können Herkunft und Zweck größerer Zahlungen belegt werden?
- Wurde die aktuelle Gebührenübersicht gelesen?
- Ist bekannt, dass keine klassische Einlagensicherung besteht?
Häufig gestellte Fragen
Ist das iCard-Konto kostenlos?
Das Standardkonto besitzt keine Eröffnungs-, Monats- oder Jahresgebühr. Einzelne Leistungen wie SEPA-Überweisungen, Bargeldabhebungen und Kartenaufladungen sind jedoch kostenpflichtig.
Ist iCard eine Bank?
Nein. iCard ist ein von der Bulgarischen Nationalbank reguliertes E‑Geld-Institut.
Besitzt iCard eine Einlagensicherung?
Nein. E‑Geld bei iCard fällt nicht unter ein klassisches Einlagensicherungssystem. Die Kundengelder werden stattdessen getrennt vom Unternehmensvermögen verwahrt.
Erhalte ich eine persönliche IBAN?
Ja. Die persönlichen Kontodaten und die IBAN werden in der App angezeigt.
Ist die erste physische Karte kostenlos?
Die erste Standardkarte besitzt derzeit keine Ausgabegebühr. Je nach gewünschter Versandart können jedoch Versandkosten entstehen.
Wie viele virtuelle Karten sind kostenlos?
Die erste virtuelle Visa und die erste virtuelle Mastercard sind kostenlos. Weitere virtuelle Karten kosten derzeit 1,90 Euro.
Was kostet eine SEPA-Überweisung?
Im Standardtarif kostet eine reguläre SEPA-Überweisung derzeit 1 Euro. Eine SEPA-Echtzeitüberweisung kostet 2 Euro.
Was kostet eine Bargeldabhebung?
Im Standardtarif kostet eine Abhebung innerhalb der EU 2 Euro. Außerhalb der EU fallen 1,80 Prozent zuzüglich 2 Euro an. Der Geldautomatenbetreiber kann weitere Gebühren verlangen.
Unterstützt iCard Apple Pay?
Ja. iCard unterstützt Apple Pay, Google Pay und Garmin Pay für geeignete Visa-Karten.
Kann ich iCard in Deutschland verwenden?
Ja. Deutschland wird als unterstütztes Land aufgeführt.
Kann ich iCard mit Wohnsitz in Zypern eröffnen?
Zypern wird als unterstütztes Land aufgeführt. Die tatsächliche Kontoeröffnung bleibt von der Identitäts- und Complianceprüfung abhängig.
Wie hoch ist das Cashback bei iCard Metal?
iCard nennt derzeit 0,2 Prozent für qualifizierende Zahlungen innerhalb des EWR und 1 Prozent für qualifizierende Zahlungen außerhalb des EWR.
Kann iCard mein Konto sperren?
iCard kann das Konto aus Sicherheits-, Compliance- oder rechtlichen Gründen vorübergehend einschränken und zusätzliche Nachweise verlangen.
Sollte ich größere Rücklagen bei iCard aufbewahren?
iCard eignet sich in erster Linie als Zahlungs- und E‑Geld-Konto. Wegen der fehlenden klassischen Einlagensicherung und der Gebühr auf Guthaben oberhalb von 50.000 Euro ist es nicht als gewöhnliches Sparkonto für große Rücklagen konzipiert.
Für wen iCard 2026 sinnvoll ist
iCard bietet ein funktionsreiches digitales Zahlungskonto mit persönlicher IBAN, kostenlosen virtuellen Karten und guter Unterstützung mobiler Bezahldienste. Das Standardkonto kann als Zweitkonto, Reisekonto oder separate Lösung für Onlinezahlungen interessant sein.
Die Gebührenstruktur ist allerdings weniger großzügig, als die Bezeichnung „kostenloses Konto“ zunächst vermuten lässt. SEPA-Überweisungen, Echtzeitüberweisungen, Bargeldabhebungen und Kartenaufladungen verursachen im Standardtarif Kosten.
Der wichtigste Punkt bleibt der rechtliche Status: iCard ist ein reguliertes E‑Geld-Institut, aber keine Bank. Kundengelder werden getrennt verwahrt, fallen jedoch nicht unter die klassische gesetzliche Einlagensicherung.
Wer iCard als ergänzendes Zahlungskonto verwendet, die Gebühren kennt und größere Rücklagen weiterhin bei einer Bank mit Einlagensicherung hält, kann die Vorteile der App sinnvoll nutzen.
Hinweis: Konditionen, Limits, unterstützte Länder und Zusatzleistungen können sich jederzeit ändern. Vor der Kontoeröffnung oder Auswahl eines Premiumtarifs sollten die aktuelle Gebührenübersicht und die Vertragsbedingungen direkt bei iCard geprüft werden. Dieser Beitrag stellt keine Finanz- oder Rechtsberatung dar.
FAQ iCard Finance
Wie kann ich eine iCard beantragen?
Die Beantragung erfolgt direkt über die offizielle Website oder die mobile App. Nach der Registrierung müssen Sie Ihre Identität verifizieren und die geforderten Angaben vollständig einreichen. Danach kann das Konto in der Regel freigeschaltet werden.
Welche Karten bietet iCard an?
iCard bietet kostenlose virtuelle Karten, eine physische Visa-Karte sowie Premium-Modelle wie Infinite und Metal an. Je nach Kartenmodell unterscheiden sich Limits, Zusatzleistungen und mögliche Cashback-Vorteile.
Ist iCard für deutsche Nutzer geeignet?
Ja, iCard kann auch für deutsche Nutzer interessant sein, insbesondere als digitale Ergänzung zu einem bestehenden Bankkonto. Die App eignet sich vor allem für mobile Zahlungen, Online-Einkäufe und internationale Transaktionen innerhalb Europas.
Wie sicher sind Zahlungen und Daten bei iCard?
iCard setzt auf moderne Sicherheitsfunktionen wie biometrische Anmeldung, 3D Secure, Push-Benachrichtigungen und Kartensperrung per App. Zusätzlich arbeitet der Anbieter innerhalb eines EU-regulierten Rahmens.
Kann ich mit iCard kontaktlos bezahlen?
Ja, kontaktloses Bezahlen ist mit der physischen Karte sowie über mobile Bezahldienste wie Apple Pay und Garmin Pay möglich. Dadurch können Zahlungen auch direkt per Smartphone oder kompatibler Smartwatch ausgeführt werden.
Gibt es bei iCard versteckte Gebühren?
iCard wirbt mit transparenter Gebührenstruktur und kostenlosem Basiskonto. Dennoch sollten Nutzer die Preisübersicht genau prüfen, da je nach Kartentyp oder Zusatzdienst Gebühren anfallen können, etwa für Premium-Angebote oder bestimmte Sonderleistungen.
Kann ich iCard auch außerhalb Europas nutzen?
Ja, Zahlungen mit der Karte sind grundsätzlich auch außerhalb Europas möglich, sofern Visa dort akzeptiert wird. Vor Reisen sollte man aber mögliche Gebühren für Fremdwährungen oder Bargeldabhebungen prüfen.
