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Moderne FinTech-Banken & Digitale Konten für EU-Bürger und Nomaden (2025)FinTech-Banken, digitale Konten und moderne Banking-Lösungen im ÜberblickModerne FinTech-Banken & Digitale Konten für EU-Bürger und Nomaden (2025)
Banking ist heute viel mehr als ein klassisches Girokonto bei einer Filialbank. Viele Menschen verwalten ihr Geld inzwischen über digitale Banken, Multi-Währungskonten, Geschäftskonten, Zahlungsdienstleister, virtuelle Karten, Wallets und spezialisierte FinTech-Plattformen.
Besonders spannend ist das für Menschen, die international leben, online arbeiten, ein Unternehmen gründen, als Freelancer tätig sind, regelmäßig reisen oder Zahlungen in mehreren Währungen empfangen. Ein einziges Bankkonto reicht in solchen Situationen oft nicht mehr aus.
Auf dieser Seite findest du eine große Übersicht moderner Banking-Lösungen. Der Fokus liegt auf FinTech-Banken, Neobanken, Business-Konten, Zahlungsdienstleistern, Multi-Währungskonten, Krypto-nahen Finanzplattformen und digitalen Payment-Anbietern.
Wichtig ist dabei: Nicht jeder Anbieter ist automatisch eine vollwertige Bank. Manche Anbieter besitzen eine eigene Banklizenz. Andere arbeiten als E-Geld-Institut, Zahlungsinstitut oder nutzen Partnerbanken im Hintergrund. Für dich als Nutzer ist dieser Unterschied wichtig, weil davon Einlagensicherung, Kontoschutz, Verfügbarkeit, Gebührenstruktur und Nutzbarkeit abhängen können.
Diese Banking-Übersicht soll dir helfen, die passende Lösung für deine Situation zu finden – egal ob du ein privates digitales Konto, ein Geschäftskonto, ein Konto für Auswanderer, eine Lösung für internationale Zahlungen oder einen Zahlungsanbieter für dein Online-Business suchst.
Warum ein Banking Hub sinnvoller ist als eine einfache Bankenliste
Viele Menschen suchen nach der „besten FinTech-Bank“. In der Praxis ist diese Frage aber oft zu allgemein. Denn die beste Lösung hängt stark davon ab, wofür du das Konto brauchst.
Ein digitaler Nomade benötigt andere Funktionen als ein Online-Händler. Ein Freelancer braucht andere Banking-Werkzeuge als ein privater Reisender. Ein Start-up mit internationalen Kunden hat andere Anforderungen als jemand, der einfach nur ein modernes Girokonto sucht.
Deshalb ist diese Seite nicht einfach eine Liste von Banken. Sie ist ein Banking Hub. Das bedeutet: Die Anbieter werden nach Verwendung, Zielgruppe und Geschäftsfeld sortiert.
So findest du schneller die passende Lösung für deine Situation.
Welche Banking-Lösung suchst du?
Bevor du einzelne Anbieter vergleichst, solltest du dir eine einfache Frage stellen:
Wofür brauchst du dein Konto wirklich?
Suchst du ein modernes Privatkonto? Dann sind Anbieter wie N26, bunq, Revolut, Openbank, Vivid Money oder Tomorrow interessant.
Suchst du ein Geschäftskonto? Dann passen eher Anbieter wie Qonto, Finom, Holvi, Penta, Mercury oder Zenus Bank.
Geht es dir um internationale Zahlungen, Währungswechsel oder Geldtransfers? Dann solltest du dir Anbieter wie Wise, Airwallex, Payoneer, CurrencyFair, TransferGo, Payset oder Transferra anschauen.
Betreibst du einen Online-Shop oder ein digitales Business? Dann spielen Zahlungsanbieter wie Stripe, Adyen, Viva Wallet, Paydo, ISX Financial oder Connectro eine wichtige Rolle.
Wenn du dagegen eher Wallets, virtuelle Karten oder ergänzende Zahlungslösungen suchst, können Curve, iCard, Skrill, Neteller, Genome oder Zing interessant sein.
Die wichtigsten Banking-Kategorien
Digitale Privatkonten
Digitale Privatkonten eignen sich für Menschen, die ihr normales Banking moderner organisieren möchten. Dazu gehören Gehaltseingang, Miete, Einkäufe, Kartenzahlungen, Daueraufträge, Unterkonten, mobiles Banking und einfache Finanzübersicht.
Typische Anbieter in diesem Bereich sind N26, bunq, Revolut, Openbank, Vivid Money, Tomorrow, Novus Bank und Volt Bank.
Ein gutes digitales Privatkonto sollte zuverlässig funktionieren, transparente Gebühren haben, eine gute App bieten und im Alltag problemlos nutzbar sein. Wichtig sind auch Kartengebühren, Bargeldlimits, IBAN-Land, Kundenservice und die Frage, ob das Konto wirklich als Hauptkonto geeignet ist.
Geschäftskonten für Freelancer, Gründer und Unternehmen
Ein Geschäftskonto ist für Selbstständige, Freelancer, Agenturen, Start-ups und Unternehmen deutlich sinnvoller als ein normales Privatkonto. Es trennt private und geschäftliche Zahlungen, erleichtert die Buchhaltung und sorgt für mehr Übersicht.
Besonders relevante Anbieter in diesem Bereich sind Qonto, Finom, Holvi, Penta, Soldo, Qvalia, Mercury und Zenus Bank.
Bei Geschäftskonten zählen andere Kriterien als bei Privatkonten. Wichtig sind Rechnungsfunktionen, Belegverwaltung, Buchhaltungsexporte, Teamkarten, Rollen und Rechte, Zahlungsfreigaben, internationale Zahlungen und die Frage, ob der Anbieter deine Rechtsform akzeptiert.
Multi-Währungskonten und internationale Zahlungen
Wenn du regelmäßig international zahlst, Geld in anderen Währungen empfängst oder als Auswanderer, Freelancer oder Unternehmer mit mehreren Ländern zu tun hast, ist ein Multi-Währungskonto sehr wertvoll.
In diese Kategorie gehören Wise, Revolut, Airwallex, Payoneer, CurrencyFair, TransferGo, Payset, Transferra und Zen.com.
Hier solltest du besonders auf Wechselkurse, Gebühren, Währungskonten, lokale Kontodaten, SEPA-Überweisungen, SWIFT-Zahlungen, Auszahlungsländer und Geschäftsnutzung achten.
Payment-Anbieter für Online-Shops und Händler
Wenn du einen Online-Shop, ein SaaS-Produkt, digitale Dienstleistungen, Abos, Plattformen oder Marktplätze betreibst, brauchst du oft keinen klassischen Bankanbieter, sondern einen Payment-Anbieter.
Zu den wichtigsten Lösungen gehören Stripe, Adyen, Viva Wallet, Paydo, ISX Financial, Connectro und Paysera.
Diese Anbieter helfen dir dabei, Zahlungen von Kunden anzunehmen, Karten zu verarbeiten, Auszahlungen zu organisieren, Rückerstattungen zu verwalten und Zahlungsprozesse in deine Webseite oder App zu integrieren.
Wallets, E-Geld-Konten und virtuelle Zahlungsdienste
Wallets und E-Geld-Konten sind oft keine vollwertigen Bankkonten, können aber als Ergänzung sehr praktisch sein. Sie eignen sich für Online-Zahlungen, virtuelle Karten, schnelle Transfers, Plattformzahlungen oder zusätzliche Sicherheit beim Bezahlen.
In diese Gruppe gehören Skrill, Neteller, iCard, Genome, Zing und OlkyPay.
Diese Anbieter solltest du eher als Ergänzung betrachten. Für größere Guthaben, Gehaltseingang oder langfristige Rücklagen ist ein klassisches Bankkonto oder ein stark reguliertes Hauptkonto meistens besser geeignet.
Kartenlösungen und Ausgabenmanagement
Kartenlösungen sind besonders interessant, wenn du mehrere Konten nutzt, Mitarbeiterkarten brauchst oder Online-Zahlungen besser kontrollieren möchtest.
Curve ist eine Lösung, mit der du mehrere Karten über eine Karte nutzen kannst. Das kann praktisch sein, wenn du viele Bankkarten, Kreditkarten oder Business-Karten im Einsatz hast.
Soldo richtet sich stärker an Unternehmen, die Ausgaben von Mitarbeitern, Teams oder Projekten kontrollieren möchten.
Auch Anbieter wie Revolut, Wise, Qonto und Finom bieten virtuelle Karten oder Teamkarten an, je nach Tarif und Nutzungsmodell.
Krypto-nahe Banking-Lösungen
Einige Anbieter verbinden Banking, digitale Vermögenswerte, Krypto-Funktionen oder Investment-Features. Hier ist besondere Vorsicht wichtig, weil Krypto-Produkte andere Risiken haben als klassische Bankkonten.
Zu dieser Kategorie gehören Nexo, Nuri, Bitwala und in bestimmten Bereichen auch Revolut.
Krypto-nahe Finanzplattformen können interessant sein, sollten aber nicht mit einem normalen Bankkonto verwechselt werden. Für Steuern, Rücklagen, Miete, Gehalt oder Geschäftszahlungen solltest du immer eine stabile Banking-Struktur außerhalb reiner Krypto-Plattformen haben.
Banking-Infrastruktur und Banking-as-a-Service
Nicht alle FinTech-Anbieter richten sich direkt an Endkunden. Manche Unternehmen stellen Banking-Infrastruktur bereit, auf der andere Finanzprodukte aufbauen.
Dazu gehören zum Beispiel Solaris, Fidor und Fimple.
Diese Anbieter sind besonders interessant, wenn du verstehen möchtest, wie moderne Finanzprodukte im Hintergrund funktionieren. Sie zeigen, dass Banking heute nicht mehr nur aus einer Bankfiliale besteht, sondern aus Lizenzen, APIs, Kartenprogrammen, Zahlungsinfrastruktur, Compliance und digitalen Schnittstellen.
Banking-Anbieter nach Verwendung sortiert
Beste Anbieter für digitales Privatbanking
Wenn du ein modernes Konto für den Alltag suchst, sind folgende Anbieter besonders interessant:
N26 eignet sich für Nutzer, die ein schlankes digitales Konto mit App, Karte und einfacher Bedienung suchen.
bunq ist spannend für Menschen, die viele Unterkonten, flexible Organisation und moderne Kontostrukturen bevorzugen.
Revolut eignet sich für Nutzer, die Banking, Reisen, Karten, Währungswechsel und Zusatzfunktionen in einer App kombinieren möchten.
Openbank kann interessant sein, wenn du digitales Banking mit dem Hintergrund einer etablierten Bankengruppe verbinden möchtest.
Vivid Money richtet sich an Nutzer, die Banking, Ausgabenübersicht und moderne App-Funktionen kombinieren möchten.
Tomorrow ist eine interessante Wahl für Menschen, die bewusst nachhaltigeres Banking suchen.
Novus Bank und Volt Bank zeigen, wie unterschiedlich digitale Banking-Konzepte im internationalen Markt aufgebaut sein können.
Beste Anbieter für Freelancer und Selbstständige
Freelancer brauchen ein Konto, das Buchhaltung, Rechnungen, Belege und internationale Zahlungen besser unterstützt als ein normales Privatkonto.
Qonto ist besonders stark für Freelancer, kleine Unternehmen und Teams, die ein strukturiertes Geschäftskonto mit Karten, Rollen und Buchhaltungsfunktionen suchen.
Finom verbindet Geschäftskonto, Rechnungserstellung, Belegverwaltung und digitale Finanzorganisation.
Holvi ist interessant für Selbstständige, die Banking und einfache Business-Verwaltung in einer Lösung suchen.
Penta war als digitales Geschäftskonto für Unternehmen und Selbstständige bekannt und bleibt für die Betrachtung des FinTech-Marktes relevant.
Wise ist für Freelancer mit internationalen Kunden fast immer interessant, weil internationale Zahlungen transparenter und günstiger organisiert werden können.
Payoneer eignet sich besonders für Freelancer, die über Plattformen, Marktplätze oder internationale Auftraggeber bezahlt werden.
Beste Anbieter für Start-ups und internationale Firmen
Start-ups und internationale Unternehmen brauchen oft mehr als ein normales Geschäftskonto. Hier geht es um mehrere Währungen, globale Zahlungen, Teamkarten, API-Anbindung, Investorenfähigkeit und internationale Struktur.
Airwallex eignet sich besonders für internationale Unternehmen, SaaS-Businesses, Online-Händler und Firmen mit globalen Zahlungsströmen.
Mercury ist besonders für US-orientierte Start-ups und internationale Gründer interessant.
Zenus Bank kann für internationale Unternehmer relevant sein, die Zugang zu US-Dollar-Banking suchen.
Qonto und Finom eignen sich für europäische Unternehmen, die strukturierte Geschäftskonten mit digitaler Verwaltung suchen.
Transferra und Payset sind interessant für Firmen, die internationale Zahlungsströme, Währungen und Geschäftszahlungen verwalten möchten.
Beste Anbieter für Reisen, Auswandern und digitale Nomaden
Wenn du viel reist oder im Ausland lebst, brauchst du Banking, das flexibel, international und möglichst günstig bei Währungswechseln ist.
Wise ist besonders stark für internationale Überweisungen, Multi-Währungskonten und Zahlungen zwischen Ländern.
Revolut ist beliebt bei Reisenden, weil die App viele Funktionen für Währungswechsel, Karten, virtuelle Karten und Reisealltag bündelt.
bunq kann für Expats und digitale Nomaden interessant sein, weil mehrere Konten und IBAN-Strukturen helfen, Geld besser zu organisieren.
N26 kann als digitales Hauptkonto sinnvoll sein, wenn du ein schlankes Konto für den europäischen Alltag suchst.
Curve eignet sich als Ergänzung, wenn du mehrere Karten auf Reisen nutzen möchtest.
Zen.com und Zing können für mobile, internationale Zahlungsnutzung ebenfalls interessant sein.
Beste Anbieter für Online-Shops und digitale Geschäftsmodelle
Online-Shops, SaaS-Produkte, Marktplätze und digitale Dienstleister brauchen Zahlungsanbieter, die Kundenzahlungen zuverlässig verarbeiten.
Stripe ist eine der bekanntesten Lösungen für Online-Zahlungen, Abos, Checkout, digitale Produkte und Plattformmodelle.
Adyen ist besonders stark im Enterprise-Bereich und bei größeren Händlern mit internationalem Zahlungsvolumen.
Viva Wallet eignet sich für Händler, Dienstleister und Unternehmen, die Kartenzahlungen, Terminals und digitale Zahlungsannahme verbinden möchten.
Paydo kann für Online-Businesses interessant sein, die Zahlungen, Multi-Währung und Geschäftskonten kombinieren möchten.
Connectro ist spannend für Unternehmen, die Banking, Zahlungsabgleich und Buchhaltung stärker verknüpfen wollen.
ISX Financial ist vor allem für regulierte Zahlungsabwicklung und Compliance-orientierte Payment-Lösungen relevant.
Beste Anbieter für internationale Überweisungen
Wenn du regelmäßig Geld ins Ausland sendest oder internationale Zahlungen empfängst, solltest du nicht nur auf die Überweisungsgebühr achten. Wichtig sind auch Wechselkursaufschläge, Geschwindigkeit, Zielländer, Währungen und Transparenz.
Wise ist einer der wichtigsten Anbieter für internationale Überweisungen und Multi-Währungskonten.
CurrencyFair kann interessant sein, wenn größere Beträge zwischen Währungen gewechselt werden sollen.
TransferGo eignet sich für schnelle internationale Geldtransfers.
Paysera kann für Nutzer mit Osteuropa-Bezug oder regionalen Zahlungsschwerpunkten interessant sein.
Payoneer ist besonders relevant für Plattform-Einnahmen und internationale Business-Zahlungen.
Airwallex ist stark für Unternehmen mit globalen Zahlungsströmen.
Beste Anbieter für virtuelle Karten und Online-Zahlungen
Virtuelle Karten sind nützlich, wenn du online sicherer bezahlen möchtest. Du kannst sie für Abos, Werbung, SaaS-Tools, Reisen, Shops oder einmalige Zahlungen verwenden.
Revolut bietet virtuelle Karten und je nach Tarif zusätzliche Kartenfunktionen.
Wise bietet Karten in Verbindung mit Multi-Währungsnutzung.
iCard ist eine Wallet- und Kartenlösung für digitale Zahlungen.
Curve bündelt mehrere Karten über eine zentrale Karte.
Soldo ist besonders für Unternehmen interessant, die Ausgaben und Karten für Mitarbeiter besser steuern möchten.
Genome kann als digitale Wallet- und Payment-Lösung relevant sein.
Beispiel-Kombinationen nach Nutzerprofil
Banking-Setup für digitale Nomaden
Ein digitales Nomaden-Setup sollte flexibel, international und sicher sein. Eine mögliche Kombination:
N26 oder bunq als europäisches Hauptkonto.
Wise für internationale Überweisungen und Multi-Währung.
Revolut für Reisen, Karten und Währungswechsel.
Curve als Ergänzung, wenn mehrere Karten genutzt werden.
So hast du ein Konto für den Alltag, eine Lösung für internationale Zahlungen, eine Reise-App und eine zusätzliche Kartenebene.
Banking-Setup für Freelancer
Freelancer sollten private und geschäftliche Zahlungen sauber trennen. Eine mögliche Kombination:
Qonto, Finom oder Holvi als Geschäftskonto.
Wise für internationale Kunden und Fremdwährungen.
Payoneer für Plattform-Einnahmen.
N26 oder bunq als privates Konto.
Damit bleiben Buchhaltung, Kundenzahlungen und private Ausgaben besser getrennt.
Banking-Setup für Online-Händler
Ein Online-Händler braucht Zahlungsannahme, Auszahlungen, Geschäftskonto und eventuell Multi-Währung.
Stripe oder Adyen für Online-Zahlungen.
Viva Wallet für Kartenzahlungen und Händlerlösungen.
Qonto oder Finom als Geschäftskonto.
Airwallex für internationale Zahlungen und Währungen.
Diese Kombination trennt Zahlungsannahme, Geschäftskonto und internationale Zahlungsflüsse sauber voneinander.
Banking-Setup für internationale Gründer
Internationale Gründer brauchen häufig mehrere Konten, weil nicht jeder Anbieter jede Rechtsform, jedes Land oder jedes Geschäftsmodell akzeptiert.
Mercury kann für US-orientierte Start-ups interessant sein.
Zenus Bank kann für internationale USD-Konten relevant sein.
Airwallex eignet sich für globale Zahlungsströme.
Wise ist für Multi-Währung und internationale Zahlungen sehr nützlich.
Qonto oder Finom können als EU-Geschäftskonto dienen.
Wichtig ist hier: Vor der Kontoeröffnung solltest du prüfen, ob deine Firma, dein Wohnsitz, deine Branche und deine Zielländer akzeptiert werden.
Worauf du bei digitalen Banken achten solltest
Banklizenz, E-Geld-Institut oder Zahlungsinstitut
Nicht jeder Anbieter ist eine Bank. Manche Anbieter haben eine eigene Banklizenz, andere sind E-Geld-Institute oder Zahlungsinstitute.
Eine Banklizenz kann für Einlagensicherung und klassische Kontoführung wichtig sein. E-Geld-Institute können trotzdem sehr nützlich sein, arbeiten aber mit anderen Schutzmechanismen.
Für kleinere Alltagsbeträge, internationale Zahlungen oder Kartenfunktionen kann ein E-Geld-Konto völlig ausreichend sein. Für größere Guthaben, Rücklagen oder Hauptkonto-Nutzung solltest du genauer prüfen, wie der Anbieter reguliert ist.
Einlagensicherung und Kontoschutz
Wenn du größere Beträge auf einem Konto hältst, solltest du wissen, ob und wie dein Geld geschützt ist.
Bei klassischen Banken kann eine gesetzliche Einlagensicherung greifen. Bei E-Geld-Instituten werden Kundengelder oft getrennt verwahrt, aber nicht unbedingt im gleichen System abgesichert wie Bankeinlagen.
Deshalb ist es sinnvoll, nicht dein gesamtes Geld bei nur einem Anbieter zu lagern.
IBAN-Land und praktische Akzeptanz
In Europa sollten IBANs grundsätzlich grenzüberschreitend funktionieren. Trotzdem gibt es in der Praxis manchmal Probleme, wenn Arbeitgeber, Behörden, Versicherungen oder Dienstleister nur bestimmte Länder-IBANs akzeptieren wollen.
Wenn du ein Konto als Hauptkonto nutzen möchtest, ist die IBAN deshalb ein wichtiger Punkt. Eine deutsche IBAN kann im deutschen Alltag praktischer sein. Eine litauische, niederländische, französische oder andere EU-IBAN kann aber ebenfalls funktionieren.
Gebühren und Wechselkurse
Viele FinTechs wirken auf den ersten Blick günstig. Die tatsächlichen Kosten entstehen aber oft in Details:
- Monatsgebühr
- Kartengebühren
- Bargeldabhebungen
- Fremdwährungsgebühren
- Wochenendaufschläge
- SWIFT-Gebühren
- Business-Tarife
- Zusatzkarten
- Inaktivitätsgebühren
- Gebühren für schnelle Überweisungen
- Kosten für Buchhaltungsfunktionen
Gerade bei internationaler Nutzung können Gebühren über das Jahr deutlich ins Gewicht fallen.
Geschäftliche Nutzung
Ein privates Konto sollte nicht automatisch geschäftlich genutzt werden. Viele Anbieter untersagen geschäftliche Nutzung in ihren Bedingungen oder verlangen dafür ein Business-Konto.
Wenn du Freelancer, Unternehmer, Online-Händler oder Gründer bist, ist ein echtes Geschäftskonto meist die bessere Wahl. Es hilft dir bei Buchhaltung, Steuerunterlagen, Zahlungsnachweisen und professioneller Trennung.
Kundenservice und Kontoprüfungen
Digitale Banken arbeiten stark automatisiert. Das ist bequem, kann aber bei Problemen unangenehm werden. Ungewöhnliche Zahlungseingänge, hohe Beträge, internationale Zahlungen oder fehlende Herkunftsnachweise können Prüfungen auslösen.
Deshalb solltest du wichtige Dokumente bereithalten:
- Ausweisdokument
- Adressnachweis
- Steuerinformationen
- Gewerbe- oder Firmennachweise
- Rechnungen
- Verträge
- Herkunftsnachweise für größere Beträge
Ein Backup-Konto ist immer sinnvoll.
Alle Anbieter nach Geschäftsfeld sortiert
Digitale Privatkonten
Geschäftskonten und Business Banking
Internationale Zahlungen und Multi-Währung
Payment, Händler und E-Commerce
Wallets, Karten und digitale Zahlungsdienste
UK-Banking und internationale Neobanken
Diese Anbieter sind besonders interessant, wenn du Wohnsitz, Firma, Kunden oder Zahlungsbeziehungen mit Bezug zum Vereinigten Königreich hast. Für reine EU-Nutzer sollte immer geprüft werden, ob eine Kontoeröffnung aktuell möglich ist.
Krypto-nahe Finanzplattformen
Diese Anbieter sind besonders für Nutzer interessant, die sich mit digitalen Vermögenswerten, Krypto-Finanzprodukten oder früheren Krypto-Banking-Konzepten beschäftigen.
Banking-Infrastruktur und FinTech-Technologie
Diese Anbieter zeigen, wie Banking im Hintergrund funktioniert: über Lizenzen, APIs, White-Label-Banking, Plattformmodelle und digitale Infrastruktur.
Abschließende Orientierung
Moderne Banking-Lösungen können deinen Alltag deutlich einfacher machen. Sie können internationale Zahlungen günstiger gestalten, Geschäftskonten übersichtlicher machen, Reisen erleichtern, Online-Zahlungen sicherer machen und Unternehmen beim Wachstum unterstützen.
Der wichtigste Punkt ist aber: Nicht jeder Anbieter passt zu jedem Zweck.
Für den Alltag brauchst du ein stabiles Konto. Für internationale Zahlungen brauchst du gute Währungsfunktionen. Für dein Business brauchst du ein echtes Geschäftskonto. Für Online-Shops brauchst du Payment-Infrastruktur. Für Sicherheit brauchst du Backup-Konten und saubere Dokumentation.
Die beste Banking-Strategie besteht deshalb oft nicht aus einer einzigen Bank, sondern aus einer klugen Kombination mehrerer Anbieter.
Nutze diese Übersicht als Startpunkt, um die passende Banking-Struktur für dein Leben, dein Unternehmen und deine internationale Situation aufzubauen.
Häufige Fragen zu FinTech-Banken und digitalen Konten
Was ist eine FinTech-Bank?
Eine FinTech-Bank ist ein Finanzanbieter, der Banking digitaler, schneller und oft app-basierter anbietet als klassische Banken. Nicht jeder FinTech-Anbieter ist aber automatisch eine Bank mit eigener Banklizenz.
Sind Neobanken echte Banken?
Manche Neobanken sind echte Banken mit Banklizenz. Andere arbeiten als E-Geld-Institut oder mit Partnerbanken. Deshalb solltest du bei jedem Anbieter prüfen, wie er reguliert ist.
Welche digitale Bank ist am besten für den Alltag?
Für den Alltag sind Anbieter wie N26, bunq, Revolut, Openbank oder Vivid Money interessant.
Welche Bank eignet sich für Freelancer?
Welche Anbieter eignen sich für internationale Überweisungen?
Für internationale Zahlungen sind vor allem Wise, CurrencyFair, TransferGo, Payoneer und Airwallex interessant.
Welche Anbieter eignen sich für Online-Shops?
Für Online-Shops und digitale Geschäftsmodelle sind Stripe, Adyen, Viva Wallet, Paydo und Connectro relevant.
Kann ich eine FinTech-Bank als Hauptkonto nutzen?
Ja, einige FinTech-Banken können als Hauptkonto genutzt werden. Wichtig ist aber, dass du Regulierung, Einlagensicherung, IBAN, Kundenservice, Gebühren und Zuverlässigkeit prüfst.
Sollte ich mehrere Banking-Anbieter nutzen?
Ja, für viele Menschen ist das sinnvoll. Ein Hauptkonto, ein Multi-Währungskonto, ein Geschäftskonto und ein Backup-Konto können zusammen eine deutlich stabilere Banking-Struktur ergeben.
Was ist besser: Wise oder Revolut?
Welche digitale Bank eignet sich für Auswanderer?
Welche Anbieter eignen sich für Unternehmen mit internationalen Kunden?
Sind Wallets wie Skrill oder Neteller ein Ersatz für ein Bankkonto?
Welche Anbieter sind für virtuelle Karten interessant?
Was sollte ich vor der Kontoeröffnung prüfen?
Vor der Kontoeröffnung solltest du prüfen:
Ist der Anbieter eine Bank, ein E-Geld-Institut oder ein Zahlungsinstitut?
Welche Einlagensicherung oder Schutzmechanismen gibt es?
Welche Länder und Wohnsitze werden akzeptiert?
Welche Währungen werden unterstützt?
Welche Gebühren fallen an?
Ist geschäftliche Nutzung erlaubt?
Gibt es virtuelle Karten?
Gibt es gute Buchhaltungsfunktionen?
Wie gut ist der Kundenservice?
Gibt es Einschränkungen für deine Branche?
