Zeichen einer KI-Blase: Lektionen aus Oracles Quartalszahlen

Oracle hat in seinem Q2 FY2026-Bericht (Dezember 2025) trotz starkem Cloud-Wachstum Erwartungen verfehlt, was die Aktie um 14% abstürzen ließ und Zweifel an übermäßigen KI-Investitionen schürt. Der Umsatz lag bei 16,1 Milliarden Dollar (14% Wachstum YoY), Cloud bei 8 Milliarden Dollar (+34%), doch GPU-bezogene Einnahmen und Margen enttäuschten trotz hoher Capex von 12 Milliarden Dollar. Dies unterstreicht, wie KI noch keine profitablen Massenmärkte erobert.

Oracles Warnsignale analysiert

Oracles Remaining Performance Obligations (RPO) stiegen auf 523 Milliarden Dollar durch Deals mit Meta und Nvidia, doch der kurzfristige Umsatz bleibt hinter Prognosen zurück – ein klassisches Blasenmerkmal mit hohen Versprechen, aber schwachen Cashflows. Die Aktie fiel kürzlich um 20%, da Investoren die ambitionierten KI-Pläne (z.B. 50 Milliarden Dollar Capex FY2026) als zu riskant sehen, finanziert durch Schulden über 100 Milliarden Dollar. Morgan Stanley warnt: Der Markt verliert Glauben an den KI-Hype.

Auswirkungen auf klassische Software

KI treibt klassische Softwareanbieter in die Defensive: Oracles traditionelle Softwareeinnahmen sanken um 3% YoY, während Cloud-Infrastruktur (IaaS) um 68% wächst – ein Shift, der Profite drückt. Analysten sehen Parallelen zur Dotcom-Blase: Hohe KI-Investitionen (Geldverbrennung) ohne breite Monetarisierung, da Produkte außerhalb von Nischen kaum Fuß fassen. Bill Gates mahnt 2026: Der Sektor wird hyperkonkurrenzfähig, viele Tech-Aktien verlieren massiv.

AspektKlassische SoftwareKI/Cloud-Infrastruktur
Umsatz-Wachstum-3% YoY +68% YoY 
ProfitabilitätStabil, aber unter DruckHohe Capex, niedrige Margen 
RisikoWettbewerbsverlustÜberinvestition, Blasenrisiko 

Anzeichen einer KI-Blase

  • Hohe Bewertungen ohne Gewinne: Marktwert von KI-Firmen steht nicht im Verhältnis zur Leistung.
  • Abhängigkeit von teurer Infra: Neue Rechenzentren scheitern an Energie und Handwerkern.
  • Fehlende Monetarisierung: Kein Nachweis für betriebliche Vorteile, OpenAI droht Pleite.
  • Spekulative Volatilität: Oracles Kurssturz belastet Nvidia (-3%), Palantir etc.

Warum extreme Vorsicht bei KI-Investments?

KI ist kein aktueller Profit-Treiber – Oracle plant OCI-Umsatz auf 144 Milliarden bis 2030, doch 2026 fehlt es an Konversion. Der Sektor braucht Jahre Geduld: Historische Manien enden in Korrekturen. Investoren sollten auf Cashflow, nicht Hype setzen, und Diversifikation priorisieren.

Geduld statt Gier

Oracles Daten mahnen: KI verändert Märkte, kostet aber zunächst Profite bei Traditionellen und birgt Blasenrisiken. Seien Sie extrem vorsichtig – warten Sie auf echte Profitabilität, bevor Sie investieren.

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