29. November 2025

Bitcoin am Scheideweg: Wie realistisch ist ein neuer Hard Fork – Die Debatte um OP_RETURN und die Spaltung der Community

Die Blockchain von Bitcoin, dieses unerschütterliche Netz aus Code und Konsens, vibriert seit April 2025 unter einer Spannung, die an die Blocksize-Kriege von 2017 erinnert. Entwickler zanken sich über OP_RETURN-Limits, Spam-Filter und die Seele des Protokolls – eine Auseinandersetzung, die Knots-Befürworter wie Luke Dashjr als „Angriff auf Bitcoin“ brandmarken, während Bitcoin Core-Vertreter wie Peter Todd sie als notwendigen Fortschritt sehen. Ein neuer Hard Fork, der die Regeln bricht und die Kette spaltet? Die Spekulationen schwirren durch Foren und Podcasts, mit Gerüchten über ZKP-Komitees und BIP-444. Doch ist das mehr als heiße Luft? Basierend auf einer tiefgehenden Analyse der jüngsten Entwicklungen – von PR #32359 bis zu den Node-Statistiken – zeigt sich: Ein Fork ist denkbar, aber unwahrscheinlich. Er würde nicht nur Technik, sondern den Kern von Bitcoins Dezentralisierung herausfordern. Lassen Sie uns die Fronten beleuchten, die Geschichte aufrollen und die Stimmen hören, die für und gegen warnen – eine Chronik, die klärt, warum Bitcoin trotz allem steht.

Die Auslöser: OP_RETURN und der Streit um Datenlimits

Alles begann mit einer scheinbar technischen Feinheit: OP_RETURN, der Opcode, der Bitcoin-Transaktionen erlaubt, kleine Datenmengen einzubetten – von Ordinals-NFTs bis zu Inscriptions. Seit 2019 kritisiert Luke Dashjr, Maintainer von Bitcoin Knots, diese Praxis als „Spam“, der den Blockraum verstopft und Dezentralisierung bedroht. Knots setzt Limits bei 42 Bytes, während Bitcoin Core v30 (April 2025) die 80-Byte-Grenze aufhob – ein PR von Peter Todd und Antoine Poinsot, das Innovation fördert, indem es Nutzer freistellt.

Die Reaktion war explosiv: Knots-Nodes stiegen von 10 auf 21 Prozent, Dashjr warf Core vor, Konsens zu ignorieren. „Das ist ein Angriff auf Bitcoin“, donnerte er in einem Mai-Interview. Core-Konter: Limits sind Policy, nicht Konsens – und sie behindern Entwicklung. Die Debatte eskalierte mit Ordinals-Boom 2023, der Blöcke füllte und Fees explodieren ließ. Heute, November 2025, laufen 21 Prozent der Nodes Knots – ein Signal, dass die Spaltung real ist.

Hintergrund: OP_RETURN entstand 2014 als Kompromiss – nach Debatten um „colored coins“ und Datenmissbrauch. Die Blocksize-Kriege 2015-2017 spalteten in Bitcoin Cash; heute geht’s um Inhalte, nicht Größe. Dashjr’s BIP-Editor-Rolle (seit 2011) macht ihn zum Gatekeeper, doch unregelmäßige Beiträge laden Kritik ein. Ava Chow, Core-Entwicklerin: „Luke’s Knots ist konservativ – aber Core priorisiert Sicherheit.“

Die Fronten: Knots vs. Core – Ein Kampf um Bitcoins Seele

Knots-Seite (Dashjr & Co.): Strenge Limits schützen vor Spam, der Zentralisierung fördert – Pools wie F2Pool könnten Blöcke filtern, Miner priorisieren. Dashjr schlägt Soft Forks für Nutzer-Filter und Hard Forks für ZKP-Komitees vor, die illegale Daten (z.B. CSAM) ersetzen. „Unbegrenzte Daten sind ein Angriff“, argumentiert er. Unterstützer wie Nick Szabo: Layer 2 reicht für Daten, L1 bleibt für Geld.

Core-Seite: Limits sind veraltet – Nutzer umgehen sie eh. v30 fokussiert auf Security-Upgrades, nicht Zensur. Todd: „Entfernen fördert Innovation.“ Poinsot: „Es geht um Freiheit, nicht Kontrolle.“ Die Community: BIP-444 (Oktober 2025, dathonohm) schlägt einjährigen Soft Fork vor, Daten zu verbieten.

Pro & Contra eines Forks:

  • Pro Fork (Knots): Schützt Dezentralisierung, entfernt Spam – BIP-444 als sanfter Einstieg.
  • Contra Fork (Core): Risiko von Spaltung wie BCH, Innovation blockiert – Konsens fehlt.

Diese Polarisierung macht Bitcoin lebendig – und zerbrechlich.

Historische Parallelen: Lektionen aus den Blocksize-Kriegen

Die Debatte erinnert an 2015: Blocksize-Wars spalteten in BCH, mit 1 Prozent Hashrate. Dashjr’s Kritik reicht bis 2019 (Magical Crypto Conference), 2021 (Taproot-Konflikte), 2023 (Ordinals). Knots, seit 2011 als Bitcoin LJR, wurde zum Konservativen-Hafen – Spam-Filter und Limits. Core’s v30 hob Limits, doch Knots-Nodes wuchsen.

Adam Back (Blockstream): „Soziale Angriffe schaden mehr als Tech.“ Udi Wertheimer (Taproot Wizards): Ein geleaktes September-Artikel war „schlampige Propaganda.“ Stephan Livera (Podcaster): Filter wirken nicht – On-Chain-Demand ist gering, Tools wie LibreRelay umgehen sie.

Eine Tabelle zu Knots-Wachstum:

MonatKnots-Nodes (%)Ereignis
April 202510v30-Release, Limit-Aufhebung
Mai 202515Dashjr’s „Angriff“-Statement
Nov. 202521BIP-444-Vorschlag

Dieser Trend zeigt: Unzufriedenheit wächst, Fork droht.

Die Vorschläge im Detail: Von Covenants bis ZKP-Komitees

Drivechains: Nicht zentral, aber als L2-Alternative – Sidechains für Daten, ohne L1 zu belasten. Szabo: „L2 löst das.“

Covenants: Jeremy Rubin’s CTV (CheckTemplateVerify) für smarte Transaktionen – Dashjr nennt’s Bedrohung. Gegen: Nutzer-Soft Fork für Block-Rejection.

OP_RETURN: Knots 42 Bytes, Core unlimited (PR #32359).

BIP-444: Einjähriger Soft Fork, Datenverbot – reduziert illegale Inhalte.

ZKP-Komitee: Dashjr’s Idee: Multisig-Gruppe ersetzt CSAM mit ZKPs – Hard Fork nötig, Konsens unwahrscheinlich.

Livera: „Filter sind illusorisch – Hashrate entscheidet.“

Community-Reaktion: Hype oder Hysterie?

Nodes: 21% Knots – Wachstum, aber Core dominiert. F2Pool-Angriffe? Gerüchte, unbestätigt. Ocean Pool (Dorsey) bestraft Non-Financial-Transaktionen. Wertheimer: „Leak war Propaganda.“ Back: „Fokus auf Moneten, nicht Filter.“

Pro Fork: Schützt Integrität. Contra: Spaltung schwächt.

Ein Fork? Eher Mythos als Menace

Ein Hard Fork ist unwahrscheinlich – OP_RETURN ist Policy, nicht Konsens. Dashjr’s Ideen fordern ihn, aber Community-Konsens fehlt. Bitcoin überlebt durch Anpassung – L2 und Soft Forks reichen. Die Debatte stärkt, spaltet nicht. Bleiben Sie dran; der nächste BIP könnte entscheiden.

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