Apesia auf Zypern: Alter Baum, Ölmühle und Dorfbesuch

Recherchestand: 22. September 2026

In Apesia lohnt es sich, das Auto abzustellen und genauer hinzuschauen. Ein außergewöhnlich alter Baum, eine traditionelle Ölmühle und eine historische Zisterne geben dem kleinen Ort im Hinterland von Limassol ein eigenes Profil. Wer sich für Natur und den früheren Alltag auf Zypern interessiert, findet hier mehrere gute Gründe für einen Zwischenstopp.

Apesia liegt im südlichen Vorland des Troodos-Gebirges, auf etwa 480 Metern Höhe zwischen den Flüssen Garyllis und Limnatis. Im älteren Ortskern stehen kleine Steinhäuser, während sich westlich und südwestlich neuere Wohngebäude anschließen. Diese Mischung beschreibt auch die Gemeinde Apesia.

Weitere Ideen für eine Tour findest Du in meiner Übersicht über sehenswerte Dörfer auf Zypern. Für Apesia würde ich einen Dorfspaziergang mit wenigen gezielt ausgewählten Stationen planen und anschließend Zeit für eine Pause lassen.

Apesia und Apsiou: Achte auf den richtigen Ort

Die ähnlich klingenden Namen lassen sich leicht verwechseln. Apesia, auch Apaisia geschrieben, und Apsiou sind zwei verschiedene Dörfer im Hinterland von Limassol. Speichere vor der Abfahrt den vollständigen Ortsnamen und möglichst eine konkrete Sehenswürdigkeit als Ziel.

Wenn Du auch den anderen Ort kennenlernen möchtest, findest Du im Beitrag über Apsiou auf Zypern die passende Beschreibung. Beide lassen sich als Idee für eine Dorftour betrachten; prüfe dafür die tatsächliche Straßenverbindung und plane die Fahrzeit zusätzlich zu den Aufenthalten ein.

Der alte Baum: Apesias besondere Sehenswürdigkeit

Der bekannteste Baum des Dorfes gehört zur Art Pistacia atlantica. Er wird im englischen Gemeindeführer als „Terebinth“ bezeichnet. Die zypriotische Forstverwaltung nennt für das Exemplar in Apesia ein geschätztes Alter von rund 1.500 Jahren. Diese Zahl ist eine Schätzung, kein exakt nachgewiesenes Pflanzdatum.

Botanisch gehört der Baum zur Gattung der Pistazien. Die essbaren Pistazien aus dem Handel stammen dagegen von der Art Pistacia vera. Beide Arten werden in der Broschüre der zypriotischen Forstverwaltung über Pistacia atlantica unterschieden.

Für den Besuch würde ich mir einige Minuten nehmen, um Stamm, Krone und Standort auf mich wirken zu lassen. Gerade bei einem so alten Baum ist ein respektvoller Abstand sinnvoll: Klettere nicht auf ihn, beschädige keine Rinde und beachte vorhandene Einfassungen. Ein Foto vom zugänglichen Bereich aus reicht völlig aus.

Alte Schule und Ölmühle: Dorfgeschichte auf engem Raum

Die ehemalige Schule von 1911

Die alte Grundschule wurde laut Gemeinde 1911 gebaut und liegt nur wenige Meter vom alten Baum entfernt. Damit bietet sich dieser Bereich als Ausgangspunkt für einen kurzen Rundgang an. Die Gemeinde stellt das Gebäude in ihrem Besucherführer zur alten Schule vor.

Ich würde Schule und Baum gemeinsam ansehen. So bekommt der Besuch neben dem Naturthema auch einen Bezug zum Dorfleben: Wo Kinder unterrichtet wurden, lagen wichtige Wege und Treffpunkte der Gemeinde. Eine Innenbesichtigung solltest Du allerdings vorher klären; aus der Erwähnung des Gebäudes ergibt sich keine tägliche Öffnung.

Die traditionelle Ölmühle

Die Gemeinde beschreibt ihre Ölmühle als über hundert Jahre alt. Dort brachten die Bewohner ihre Oliven zur Verarbeitung hin. Erhalten sind Mahlsteine, eine Presse und die bei der Ölgewinnung verwendeten Presskörbe. Quelle: Gemeindeseite zur Ölmühle.

Diese Station macht die landwirtschaftliche Vergangenheit anschaulich. Bei einer möglichen Besichtigung lohnt sich die Frage, welche Arbeitsschritte mit den einzelnen Geräten verbunden waren. Plane aber keine laufende Produktion oder Vorführung ein, solange sie Dir nicht ausdrücklich bestätigt wurde.

Die archäologische Sammlung

Die Gemeinde führt außerdem eine kleine archäologische Sammlung neben der Ölmühle auf. Ihre Beschreibung erläutert, dass Fundstücke aus dem Ort zunächst zur Registrierung und Konservierung nach Limassol gebracht wurden und ein Teil für die örtliche Präsentation vorgesehen war. Quelle: Archäologische Sammlung im Gemeindeführer.

Ein verlässlicher aktueller Besuchsplan geht daraus nicht hervor. Frage deshalb vorab nach, ob Sammlung und Ölmühle an Deinem Reisetag zugänglich sind. Wenn Dich vor allem diese Innenräume interessieren, sollte die Bestätigung vor der Fahrt stehen.

Die venezianische Zisterne

Wasser zu sammeln und für trockene Zeiten aufzubewahren, gehörte zu den wichtigen Aufgaben einer Dorfgemeinschaft. In Apesia erinnert eine unterirdische, aus Stein errichtete Gewölbezisterne daran. Die Gemeinde ordnet sie der venezianischen Zeit zu und beschreibt sie als Speicher für Regenwasser. Außerdem nennt sie den Schutz als antikes Denkmal und die Betreuung durch die Altertümerverwaltung.

Die Gemeindeseite zur Zisterne enthält den Standort. Kläre, welcher Bereich tatsächlich besichtigt werden kann. Eine historische unterirdische Anlage solltest Du nur über einen ausdrücklich freigegebenen Besucherzugang betreten.

Zusammen mit der Ölmühle ergibt sich ein anschauliches Thema für Deinen Rundgang: Wie wurden Wasser und landwirtschaftliche Erzeugnisse verarbeitet und aufbewahrt? Dafür braucht es keine lange Liste großer Monumente.

Zwei Kirchen mit unterschiedlichem Charakter

Agios Georgios liegt im Dorfkern. Die Gemeinde beschreibt einen einschiffigen Kirchenraum mit einer schlichten hölzernen Ikonostase sowie erhaltenen alten Ikonen und Büchern.

Die heutige Hauptkirche Agia Zoni steht am Zugang zum Ortskern. Sie wurde 1998 gebaut und 2001 eingeweiht. Ihre Architektur orientiert sich am byzantinischen Stil; sie ist ein moderner Kirchenbau.

Die Angaben stammen aus der Kirchenübersicht der Gemeinde Apesia. Für Agios Georgios ist dort +357 25 542786 als Kontakt genannt. Kläre eine gewünschte Innenbesichtigung vorher und nimm während religiöser Feiern Rücksicht auf die Gemeinde.

Essen in Apesia

Für eine längere Pause nennt der Gemeindeführer unter anderem die Taverne 16 Skalopatia, auf Griechisch „16 Σκαλοπάτια“. Beschrieben werden zypriotische Meze und Grillgerichte. Als Telefonnummer ist +357 25 542832 angegeben. Quelle: Gastronomieübersicht der Gemeinde.

Frage direkt nach Öffnung, Reservierung und Tagesangebot. Ich würde ein geplantes Essen vor dem Ausflug abstimmen, besonders wenn Du unter der Woche kommst. Die Nennung ist ein Hinweis auf einen örtlich dokumentierten Betrieb und keine persönliche Restaurantbewertung.

Bei Meze lohnt sich vor der Bestellung ein kurzer Blick auf Umfang und Preis. Wenn Du danach noch einen weiteren Ort besuchen möchtest, plane für das Essen bewusst einen größeren Zeitblock ein.

Apesia mit Kindern: ein zusätzlicher Besuch bei der Eselfarm

Die offizielle Tourismusorganisation führt Apesia Hills Donkey Riding Park als Familienangebot auf; auch die Gemeinde nennt den Betrieb. Veröffentlicht ist die Telefonnummer +357 96 713034. Quelle: Familienaktivitäten bei Visit Cyprus.

Wenn Dich die Anlage interessiert, frage nach dem aktuellen Besuchsangebot, Preisen und Öffnung. Kläre auch, welche Aktivitäten zum Alter Deiner Kinder passen. Ein Eintrag in einer Tourismusübersicht bestätigt nicht, dass sämtliche dort genannten Einrichtungen an jedem Tag verfügbar sind.

Ich würde den Besuch als eigenen Programmpunkt behandeln. Mit Kindern kann eine Kombination aus Baum, kurzem Dorfspaziergang und Farm angenehmer sein als der Versuch, zusätzlich jede historische Station abzuhaken.

So würde ich den Aufenthalt planen

Für einen ersten Besuch würde ich ungefähr zwei bis drei Stunden einschließlich einer Pause reservieren. Das ist eine Orientierung für die Planung; eine vereinbarte Besichtigung oder ein Farmbesuch kommt zusätzlich dazu.

AbschnittVorschlag
AnkommenEinen geeigneten Parkplatz suchen und zum Bereich von alter Schule und Baum gehen.
DorfgeschichteJe nach bestätigtem Zugang Ölmühle, Sammlung oder Zisterne ergänzen.
RundgangEine der Kirchen und die angrenzenden Dorfstraßen ansehen.
PauseEin vorher abgestimmtes Essen oder eine kurze Kaffeepause einplanen.

Diese Reihenfolge ist ein Vorschlag, keine ausgeschilderte Rundroute. Stelle die konkrete Strecke anhand der Standorte zusammen. Mit Kinderwagen oder bei eingeschränkter Mobilität würde ich die Zugänge zu den gewünschten Stationen einzeln klären.

Trage bequeme Schuhe und nimm Wasser mit. Für einen Besuch an heißen Tagen würde ich den Spaziergang auf den Morgen legen und die längere Pause danach einplanen. Prüfe die Wettervorhersage für das tatsächliche Ziel: Die Höhenlage allein verspricht keinen kühlen Ausflugstag.

Weitere Dörfer für Deine Reiseplanung

Als Ergänzung im Hinterland lohnt sich ein Blick auf Fasoula bei Limassol. Achte auf den Bezirkszusatz, denn der Ortsname kommt auf Zypern mehrfach vor. Für einen halben Tag würde ich mich auf Apesia und einen weiteren Dorfbesuch beschränken.

Wenn Du eine andere Tour durch die Hügel zusammenstellen möchtest, liefert der Beitrag über Dierona auf Zypern weitere Anregungen. Vergleiche die Verbindungen im Routenplaner und wähle Deine Stopps nach der verfügbaren Zeit. Alle genannten Orte gehören nicht automatisch in dieselbe kurze Runde.

Häufige Fragen zu Apesia

Wofür ist Apesia bekannt?

Besonders auffällig ist der alte Baum. Hinzu kommen Ölmühle, Zisterne, ehemalige Schule und Kirchen als Stationen eines Dorfbesuchs.

Wie alt ist der Baum von Apesia?

Die Forstverwaltung nennt ein geschätztes Alter von etwa 1.500 Jahren. Die Angabe sollte als Schätzung verstanden werden.

Sind Apesia und Apsiou derselbe Ort?

Nein. Es sind unterschiedliche Dörfer. Bei Karten und Navigation helfen die genaue Schreibweise und ein konkreter Zielpunkt.

Kann ich die Ölmühle und die Sammlung spontan besichtigen?

Eine tägliche Öffnung ist anhand der geprüften Gemeindeseiten nicht bestätigt. Kläre den Besuch vorher. Für mehrere Sehenswürdigkeiten führt die Gemeinde +357 25 542788 als Kontakt auf.

Lohnt sich Apesia für einen ganzen Tag?

Ich würde zunächst einen Aufenthalt von zwei bis drei Stunden planen. Mit Essen, vereinbartem Farmbesuch oder einem zweiten Dorf kannst Du daraus einen längeren Ausflug machen.

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