Die 10 besten Mähroboter 2026 im Vergleich

Mähroboter werden immer präziser und benötigen zunehmend keinen klassischen Begrenzungsdraht mehr. Moderne Geräte orientieren sich per RTK, LiDAR, Kamera oder einer Kombination dieser Technologien. Dadurch lassen sich Mähzonen, Sperrflächen und Zeitpläne bequem in einer App festlegen.

Doch nicht jeder Mähroboter passt zu jedem Garten. Entscheidende Unterschiede gibt es bei der empfohlenen Rasenfläche, der Steigungsfähigkeit, der Navigation und der Hinderniserkennung. Auch die Beschaffenheit des Grundstücks spielt eine wichtige Rolle: Hohe Bäume, Hauswände und enge Passagen können satellitengestützte Systeme beeinträchtigen, während reine Kamerasysteme gut erkennbare Rasengrenzen benötigen.

Dieser Vergleich basiert auf den aktuellen Modellprogrammen und technischen Herstellerangaben mit Stand August 2026. Es handelt sich nicht um einen eigenen Labortest. Preise wurden bewusst nicht aufgenommen, da sie sich durch Angebote und Modellvarianten häufig ändern.

Die besten Mähroboter 2026 im Überblick

ModellEmpfohlene FlächeNavigationMaximale SteigungBesonders geeignet für
Husqvarna Automower 450V NERAbis 7.500 m²Satellit und KI-Kamera50 %sehr große Grundstücke
Mammotion LUBA 3 AWD 3000bis 3.000 m²LiDAR, NetRTK und Kameras80 %steile und unebene Gärten
ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRObis 1.600 m²Dual-LiDAR und KI-Kamera50 %präzises Kantenmähen
Dreame A2 1200bis 1.200 m²3D-LiDAR und KI-Kamera50 %verwinkelte Grundstücke
Segway Navimow i208 LiDARbis 800 m²LiDAR und Kamera45 %kleine und mittlere Gärten
Worx Landroid Vision Cloud 1200bis 1.200 m²Cloud-RTK, Kamera und VSLAM30 %mehrere Rasenbereiche
GARDENA smart SILENO free 1200bis 1.200 m²satellitengestützte Navigation35 %leiser Betrieb und Smart Garden
STIHL iMOW 5 EVObis 1.500 m²Begrenzungs- und Leitdraht45 %klassische, zuverlässige Installation
Sunseeker Elite X7 Plus Gen 2bis 6.000 m²NetRTK, VSLAM und Kameras70 %große Hanggrundstücke
Einhell FREELEXO CAM PLUS 600bis 600 m²Kamera und Sensoren25 %einfache und klar begrenzte Gärten

Die Flächen- und Steigungsangaben sind Maximalwerte der Hersteller. Nasses Gras, Unebenheiten, enge Passagen und komplexe Gartengrenzen können die tatsächlich mögliche Leistung reduzieren.

1. Husqvarna Automower 450V NERA: für sehr große Rasenflächen

Der Husqvarna Automower 450V NERA gehört zu den leistungsfähigsten Mährobotern für private Grundstücke. Bei systematischem Mähen ist er laut Hersteller für Flächen bis 7.500 Quadratmeter ausgelegt. Im unregelmäßigen Mähmodus liegt die angegebene Flächenkapazität bei 5.000 Quadratmetern.

Die Begrenzung erfolgt virtuell über die Husqvarna-EPOS-Technologie. Eine KI-gestützte Kamera soll Hindernisse erkennen und auch in Bereichen weiterarbeiten, in denen die Satellitenverbindung zeitweise eingeschränkt ist. Der Roboter bewältigt innerhalb der Arbeitsfläche Steigungen bis 50 Prozent. Seine Schnitthöhe lässt sich elektrisch zwischen 20 und 60 Millimetern einstellen.

Zu beachten ist, dass auf der Rasenfläche eine ausreichende Mobilfunk- oder WLAN-Abdeckung benötigt wird. Wenn diese nicht vorhanden ist, kann eine separate Referenzstation erforderlich sein.

Stärken:

  • sehr hohe Flächenleistung
  • virtuelle Grenzen und systematisches Mähen
  • KI-gestützte Hinderniserkennung
  • umfangreiche App- und Diebstahlschutzfunktionen

Schwächen:

  • hohes Preisniveau
  • für kleine Gärten deutlich überdimensioniert
  • stabile Funk- oder Satellitenbedingungen erforderlich

Der Automower 450V NERA eignet sich vor allem für große Anwesen, weitläufige Gärten und komplexe Grundstücke.

2. Mammotion LUBA 3 AWD 3000: für steile und unebene Gärten

Der LUBA 3 AWD ist eine der interessantesten Mähroboter-Neuvorstellungen des Jahres 2026. Die Variante LUBA 3 AWD 3000 ist für Rasenflächen bis 3.000 Quadratmeter ausgelegt.

Zur Orientierung kombiniert das Gerät einen 360-Grad-LiDAR-Sensor mit NetRTK und zwei KI-Kameras. Eine eigene RTK-Antenne im Garten soll dadurch nicht mehr erforderlich sein. Besonders auffällig ist der Allradantrieb: Der Roboter kann laut Mammotion Steigungen bis 80 Prozent beziehungsweise rund 38,6 Grad bewältigen.

Das breite Doppelscheiben-Mähwerk ermöglicht eine hohe Flächenleistung. In der App können mehrere Mähzonen, Fahrwege und ausgeschlossene Bereiche eingerichtet werden.

Stärken:

  • Allradantrieb für starke Steigungen
  • Navigation mit LiDAR, NetRTK und Kameras
  • keine lokale RTK-Station notwendig
  • sehr gut für unebenes Gelände geeignet

Schwächen:

  • groß und vergleichsweise schwer
  • höheres Preisniveau
  • für kleine, ebene Gärten unnötig aufwendig

Der LUBA 3 AWD 3000 ist besonders interessant, wenn ein gewöhnlicher Mähroboter an Hängen, Bodenwellen oder rutschigem Untergrund an seine Grenzen kommt.

3. ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO: stark beim Kantenmähen

Der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO ist für Rasenflächen bis 1.600 Quadratmeter vorgesehen. Er navigiert ohne Begrenzungsdraht und benötigt keine RTK-Antenne. Stattdessen nutzt das Gerät einen rotierenden 360-Grad-LiDAR, einen zusätzlichen 3D-ToF-Sensor und eine KI-Kamera.

Eine Besonderheit ist der seitlich arbeitende TruEdge-Trimmer. Er soll Gras unmittelbar an geeigneten Rasenkanten schneiden und dadurch die manuelle Nacharbeit reduzieren. Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch zwischen 30 und 90 Millimetern einstellen. Die maximale Steigung wird mit 50 Prozent angegeben.

Die automatische Kartierung erleichtert die Einrichtung, sollte bei komplexen Grundstücken aber anschließend kontrolliert und bei Bedarf in der App korrigiert werden.

Stärken:

  • automatische Kartierung ohne Begrenzungsdraht
  • sehr breites Mähwerk
  • zusätzlicher Kantentrimmer
  • Navigation funktioniert auch ohne RTK-Antenne
  • elektrische Schnitthöhenverstellung

Schwächen:

  • großer und relativ schwerer Roboter
  • Kantentrimmer verursacht zusätzliche Verschleißkosten
  • automatische Kartierung muss gelegentlich angepasst werden

Der GOAT A1600 LiDAR PRO passt besonders gut zu mittelgroßen Grundstücken mit langen Rasenkanten.

4. Dreame A2 1200: LiDAR-Navigation für komplexe Gärten

Der Dreame A2 1200 arbeitet mit dem OmniSense-2.0-System. Dabei werden ein 3D-LiDAR-Sensor und eine KI-Kamera miteinander kombiniert. Das Gerät benötigt weder einen Begrenzungsdraht noch eine im Garten installierte RTK-Antenne.

Der empfohlene Arbeitsbereich beträgt bis zu 1.200 Quadratmeter. Die Schnitthöhe lässt sich zwischen 30 und 70 Millimetern einstellen. Steigungen bis 50 Prozent sind laut Hersteller möglich.

LiDAR-Systeme sind besonders für Grundstücke interessant, auf denen hohe Bäume oder Gebäude den freien Blick zum Himmel einschränken. Die EdgeMaster-Konstruktion soll außerdem den Abstand zu befahrbaren Rasenkanten reduzieren.

Stärken:

  • keine RTK-Antenne erforderlich
  • für Gärten mit eingeschränktem Satellitenempfang geeignet
  • Kombination aus LiDAR und Kamera
  • gute Steigungsfähigkeit
  • vergleichsweise leiser Betrieb

Schwächen:

  • die automatisch erstellte Karte sollte geprüft werden
  • an Mauern bleibt konstruktionsbedingt ein Rand stehen
  • Sensoren müssen regelmäßig sauber gehalten werden

Der Dreame A2 1200 eignet sich für verwinkelte, baumreiche oder teilweise abgeschattete Grundstücke.

5. Segway Navimow i208 LiDAR: für kleine und mittlere Gärten

Der Navimow i208 LiDAR ist eine aktuelle Alternative zum bekannten i108E. Er ist für Rasenflächen bis 800 Quadratmeter vorgesehen und arbeitet ohne Begrenzungsdraht.

Die Navigation basiert auf LiDAR und visueller Umgebungserkennung. Dadurch benötigt das Gerät keine klassische RTK-Antenne. Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch zwischen 30 und 60 Millimetern einstellen. Die maximale Steigung beträgt laut Hersteller 45 Prozent.

Der Navimow mäht systematisch in Bahnen und ermöglicht die Verwaltung mehrerer Zonen sowie virtueller Sperrflächen in der App.

Stärken:

  • kompakte Bauweise
  • keine RTK-Antenne und kein Begrenzungsdraht
  • systematisches Mähen
  • elektrische Schnitthöhenverstellung
  • für moderate Hanglagen geeignet

Schwächen:

  • auf 800 Quadratmeter ausgelegte Variante
  • schmale Schnittbreite im Vergleich zu großen Premiumgeräten
  • für weitläufige Grundstücke sollte eine größere Variante gewählt werden

Der i208 LiDAR ist eine gute Lösung für moderne Stadt- und Vorstadtgärten, in denen eine unkomplizierte kabellose Einrichtung gewünscht ist.

6. Worx Landroid Vision Cloud 1200: Cloud-RTK ohne eigene Antenne

Der Worx Landroid Vision Cloud 1200 kombiniert satellitengestützte Cloud-RTK-Korrekturdaten mit Kamera und VSLAM. Eine separate RTK-Basisstation muss deshalb nicht im Garten montiert werden.

Das Modell ist für Flächen bis 1.200 Quadratmeter ausgelegt. Die Schnitthöhe kann elektrisch zwischen 30 und 60 Millimetern eingestellt werden. Steigungen bis 30 Prozent sind möglich.

Praktisch für Besitzer anderer Worx-Geräte ist der austauschbare PowerShare-Akku. Die App unterstützt mehrere Mähzonen, Zeitpläne und Softwareupdates. Nach Angaben des Herstellers ist der Cloud-RTK-Dienst ohne zusätzliches Abonnement enthalten.

Stärken:

  • keine eigene RTK-Basisstation
  • automatische Kartierung
  • austauschbarer Systemakku
  • Multi-Zonen-Verwaltung
  • systematisches Mähen

Schwächen:

  • nur bis 30 Prozent Steigung
  • Cloud- und Funkverbindung spielen eine wichtige Rolle
  • Kameras und Sensoren müssen sauber bleiben

Der Landroid Vision Cloud 1200 ist vor allem für Nutzer interessant, die bereits Akkugeräte aus dem Worx-PowerShare-System besitzen.

7. GARDENA smart SILENO free 1200: leiser Mähroboter ohne Kabel

Der smart SILENO free 1200 ist GARDENAs kabellose Lösung für Rasenflächen bis 1.200 Quadratmeter. Arbeitsbereiche und ausgeschlossene Zonen werden virtuell festgelegt. Ein Begrenzungsdraht muss nicht verlegt werden.

Mit einem angegebenen Geräuschpegel von 58 dB(A) zählt das Modell zu den leiseren Geräten dieses Vergleichs. Es bewältigt Steigungen bis 35 Prozent und bietet eine Schnitthöhe zwischen 25 und 45 Millimetern.

Besonders sinnvoll ist der SILENO free für Nutzer, die bereits Produkte aus dem GARDENA smart system verwenden. Wie bei anderen satellitengestützten Geräten sollten die Empfangsbedingungen im Garten vor dem Kauf geprüft werden.

Stärken:

  • leiser Betrieb
  • kein Begrenzungsdraht
  • Einbindung in das GARDENA smart system
  • systematische Navigation
  • für Flächen bis 1.200 Quadratmeter

Schwächen:

  • relativ kleiner Schnitthöhenbereich
  • kein Display am Gerät
  • Satellitenempfang muss zum Grundstück passen

Der smart SILENO free 1200 eignet sich besonders für Wohngebiete, mittelgroße Gärten und bestehende GARDENA-Systeme.

8. STIHL iMOW 5 EVO: bewährte Installation mit Begrenzungsdraht

Nicht jeder Garten benötigt zwingend eine drahtlose Navigation. Der STIHL iMOW 5 EVO setzt auf einen klassischen Begrenzungsdraht und ist für Rasenflächen bis 1.500 Quadratmeter ausgelegt.

Das Gerät bewältigt Steigungen bis 45 Prozent. Mit einem optionalen Steigungskit sind laut Hersteller bis zu 55 Prozent möglich. Die elektrische Schnitthöhe reicht von 20 bis 60 Millimetern. Bedient wird der Roboter über die MY iMOW App sowie über Bedienelemente am Gerät.

Eine fachgerecht verlegte Drahtinstallation arbeitet unabhängig von Satellitenempfang, Kameralicht und Cloud-Korrekturdiensten. Dafür ist die erstmalige Verlegung aufwendiger und spätere Gartenänderungen erfordern möglicherweise eine Anpassung des Kabels.

Stärken:

  • zuverlässige Begrenzung
  • gute Leistung an Steigungen
  • elektrische Schnitthöhenverstellung
  • breites Händler- und Servicenetz
  • Mobilfunk-, WLAN- und Bluetooth-Verbindung

Schwächen:

  • Begrenzungsdraht erforderlich
  • Installationsset wird separat benötigt
  • Änderungen an den Mähflächen sind aufwendiger

Der iMOW 5 EVO passt zu Gartenbesitzern, die eine dauerhaft installierte und serviceorientierte Lösung bevorzugen.

9. Sunseeker Elite X7 Plus Gen 2: für große Hanggrundstücke

Der Sunseeker Elite X7 Plus Gen 2 richtet sich an Besitzer großer und anspruchsvoller Grundstücke. Die Serie deckt je nach Variante Rasenflächen bis 6.000 Quadratmeter ab.

Das Navigationssystem kombiniert NetRTK mit VSLAM 2.0 und Kameras. Eine lokale RTK-Antenne ist bei dieser Generation nicht erforderlich. Der Allradantrieb soll Steigungen bis 70 Prozent bewältigen. Die Schnitthöhe lässt sich zwischen 20 und 100 Millimetern einstellen.

Das Doppelscheiben-Mähwerk besitzt eine Arbeitsbreite von 35 Zentimetern. Dadurch eignet sich das Gerät besonders für große Flächen. Beim Kostenvergleich sollte allerdings der NetRTK-Dienst berücksichtigt werden: Nach der im Kauf enthaltenen Laufzeit verlangt der Hersteller derzeit eine jährliche Verlängerungsgebühr.

Stärken:

  • hohe Flächenleistung
  • Allradantrieb für starke Steigungen
  • breites Doppelscheiben-Mähwerk
  • keine lokale RTK-Antenne
  • großer Schnitthöhenbereich

Schwächen:

  • hohes Preisniveau
  • groß und schwer
  • mögliche Folgekosten für den NetRTK-Dienst

Der X7 Plus Gen 2 ist eine leistungsfähige Lösung für große Rasenflächen mit Hängen, Bodenwellen und mehreren Mähzonen.

10. Einhell FREELEXO CAM PLUS 600: für einfache Rasengrenzen

Der Einhell FREELEXO CAM PLUS 600 ist für Rasenflächen bis 600 Quadratmeter vorgesehen. Eine Kamera erkennt den Rasen anhand seiner Farbe und Struktur, sodass kein klassischer Begrenzungsdraht verlegt werden muss.

Der Roboter mäht nach dem Zufallsprinzip und eignet sich vor allem für zusammenhängende, klar erkennbare Rasenflächen. Bereiche, die nicht gemäht werden sollen, können mit einem Magnetband abgegrenzt werden.

Die Schnitthöhe lässt sich zwischen 20 und 60 Millimetern einstellen. Das Modell bewältigt Steigungen bis 25 Prozent. Der austauschbare Akku gehört zum Einhell-Power-X-Change-System.

Stärken:

  • vergleichsweise unkomplizierte Einrichtung
  • kein Begrenzungsdraht notwendig
  • austauschbarer Systemakku
  • leiser Betrieb
  • geeignet für kleine Gärten

Schwächen:

  • zufälliges statt systematisches Mähen
  • nur 25 Prozent Steigungsfähigkeit
  • benötigt optisch klar erkennbare Rasengrenzen
  • Magnetband für bestimmte Sperrflächen erforderlich

Der FREELEXO CAM PLUS 600 ist vor allem für einfache, ebene und deutlich abgegrenzte Rasenflächen interessant.

Begrenzungsdraht, RTK, LiDAR oder Kamera?

Begrenzungsdraht

Ein verlegter Begrenzungsdraht ist weiterhin eine zuverlässige Lösung. Er funktioniert unabhängig von Satellitensignalen, Lichtverhältnissen und Internetverbindungen. Dafür verursacht die Installation mehr Arbeit. Wird der Garten später umgestaltet, muss möglicherweise auch das Kabel angepasst werden.

RTK- und Satellitennavigation

RTK-Systeme ermöglichen virtuelle Grenzen und systematisches Mähen. Sie benötigen jedoch eine ausreichend freie Sicht zum Himmel oder zusätzliche Korrekturdaten über eine Basisstation beziehungsweise einen Cloud-Dienst. Hohe Gebäude, Mauern und dichte Baumkronen können den Empfang beeinträchtigen.

LiDAR-Navigation

LiDAR erfasst die Umgebung mit Laserstrahlen. Solche Systeme können auch unter Bäumen und in Bereichen mit eingeschränktem Satellitenempfang funktionieren. Sensoren sollten allerdings sauber gehalten werden, damit Schmutz und Wassertropfen die Erkennung nicht stören.

Kameranavigation

Reine Kamerasysteme können ohne Antenne und Begrenzungsdraht arbeiten. Sie benötigen jedoch gut erkennbare Rasengrenzen. Fließende Übergänge zwischen Rasen, Beeten und Wegen können zusätzliche Magnetbänder oder andere Begrenzungen notwendig machen.

Kombinierte Navigation

Viele aktuelle Premiumgeräte kombinieren RTK, LiDAR und Kameras. Das erhöht die Zuverlässigkeit, macht die Geräte aber teurer und technisch komplexer.

So wählen Sie die richtige Flächenleistung

Die Herstellerangabe sollte nicht exakt der tatsächlichen Rasengröße entsprechen. Planen Sie besser eine Leistungsreserve von etwa 20 bis 30 Prozent ein. Ein Garten mit 800 Quadratmetern Rasenfläche ist für ein Modell mit maximal 800 Quadratmetern bereits eine anspruchsvolle Aufgabe.

Mehr Reserve ist sinnvoll, wenn der Garten:

  • mehrere getrennte Rasenflächen besitzt
  • viele Bäume, Beete oder Hindernisse enthält
  • enge Passagen aufweist
  • starke Steigungen besitzt
  • nur in kurzen Zeitfenstern gemäht werden darf
  • häufig feucht oder uneben ist

Nicht die gesamte Grundstücksfläche ist entscheidend, sondern ausschließlich die tatsächlich zu mähende Rasenfläche.

Steigung richtig berechnen

Hersteller geben die Steigungsfähigkeit meistens in Prozent an. Dieser Wert entspricht nicht dem Winkel in Grad.

Eine Steigung von 50 Prozent bedeutet beispielsweise, dass das Gelände auf einer waagerechten Strecke von einem Meter um 50 Zentimeter ansteigt. Das entspricht ungefähr 26,6 Grad.

Messen Sie nicht nur die stärkste Steigung mitten im Garten. Auch der Bereich an der virtuellen oder physischen Begrenzung kann einen niedrigeren zulässigen Maximalwert besitzen.

Folgekosten nicht vergessen

Neben dem Kaufpreis können weitere Ausgaben entstehen:

  • Ersatzmesser oder Trimmerfäden
  • Installation des Begrenzungsdrahtes
  • RTK-Antenne oder Antennenhalterung
  • Mobilfunk- oder Korrekturdienste
  • Ersatzakku
  • Winterservice
  • Reparaturen und Verschleißteile
  • Garage oder Wetterschutz

Prüfen Sie besonders bei cloudbasierten Geräten, wie lange Mobilfunk-, RTK- oder Ortungsdienste kostenlos enthalten sind.

Mähroboter sicher und tierfreundlich einsetzen

Auch eine moderne Kamera- oder KI-Erkennung macht einen Mähroboter nicht vollständig sicher. Kleine Tiere, Spielzeug, Kabel, Gartenschläuche und flache Gegenstände können übersehen werden.

Lassen Sie den Roboter deshalb möglichst nur tagsüber arbeiten und kontrollieren Sie vorher die Rasenfläche. In der Dämmerung und nachts besteht insbesondere für Igel und andere Kleintiere ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Aktuelle Hinweise von Naturschutzbehörden betonen, dass derzeit kein Mähroboter als zuverlässig wildtiersicher angesehen werden sollte.

Kinder und Haustiere sollten sich während des Mähens nicht unbeaufsichtigt auf der Rasenfläche befinden. Wartungsarbeiten und Messerwechsel dürfen nur bei vollständig ausgeschaltetem Gerät nach den Anweisungen des Herstellers erfolgen.

Häufige Fragen zu Mährobotern

Ist ein Mähroboter ohne Begrenzungsdraht immer besser?

Nein. Kabellose Modelle sind flexibler und lassen sich häufig schneller einrichten. Ein Begrenzungsdraht kann jedoch in Gärten mit schlechtem Satellitenempfang, vielen Bäumen oder schwer erkennbaren Rasengrenzen zuverlässiger sein.

Wie groß sollte mein Mähroboter sein?

Wählen Sie ein Gerät, dessen empfohlene Flächenleistung mindestens 20 Prozent über Ihrer tatsächlichen Rasenfläche liegt. Bei komplexen Grundstücken ist eine noch größere Reserve sinnvoll.

Kann ein Mähroboter bei Regen arbeiten?

Viele Geräte sind wasserfest und können grundsätzlich bei feuchtem Wetter eingesetzt werden. Trotzdem verschlechtert nasses Gras häufig das Schnittbild und die Traktion. Zudem können sich Grasreste stärker unter dem Mähwerk festsetzen.

Mäht ein Mähroboter direkt bis an die Kante?

Nur wenn die Konstruktion und die Rasenkante das erlauben. An ebenen, befahrbaren Übergängen kann ein Roboter mit versetztem Mähwerk sehr nah an den Rand gelangen. Vor Mauern, Zäunen und erhöhten Beeteinfassungen bleibt meistens ein schmaler Streifen stehen.

Funktionieren Mähroboter unter Bäumen?

LiDAR- und kameragestützte Geräte sind für solche Bereiche häufig besser geeignet als reine Satellitensysteme. Hybride Modelle können bei einem vorübergehend schwachen Satellitensignal auf visuelle Navigation ausweichen.

Benötigt jeder kabellose Mähroboter Internet?

Nicht für jede einzelne Fahrbewegung. Für Einrichtung, Kartenverwaltung, Fernsteuerung, Updates und bestimmte Korrekturdienste ist eine Internetverbindung jedoch häufig erforderlich. Die genauen Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Hersteller.

Welcher Mähroboter passt zu welchem Garten?

Für sehr große, weitgehend offene Rasenflächen ist der Husqvarna Automower 450V NERA besonders leistungsfähig. Bei starken Steigungen und schwierigem Untergrund sind der Mammotion LUBA 3 AWD sowie der Sunseeker X7 Plus Gen 2 interessante Kandidaten.

Der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO richtet sich an Nutzer, denen ein möglichst sauberer Kantenschnitt wichtig ist. Für verwinkelte oder baumreiche Grundstücke bieten sich LiDAR-Modelle wie der Dreame A2 1200 und der Segway Navimow i208 LiDAR an.

Wer bereits ein Garten- oder Akkusystem eines Herstellers verwendet, sollte den GARDENA smart SILENO free, den Worx Landroid Vision Cloud oder den Einhell FREELEXO CAM PLUS genauer betrachten. Der STIHL iMOW 5 EVO bleibt eine solide Wahl, wenn ein Begrenzungsdraht akzeptabel und ein gut erreichbares Fachhändlernetz wichtig ist.

Entscheidend ist nicht die längste Ausstattungsliste, sondern die Übereinstimmung zwischen Navigation, Flächenleistung und den tatsächlichen Bedingungen im eigenen Garten.

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