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Einführung: Warum Zypern das Bargeld bei Mieten einschränkt
Die Republik Zypern plant ab dem 1. Januar 2026 eine tiefgreifende Änderung im Mietrecht: Mietzahlungen, die 500 Euro überschreiten, dürfen nicht mehr in bar geleistet werden. Ziel dieser Maßnahme ist es, Steuerhinterziehung und illegale Barzahlungen im Immobilienmarkt effektiv zu bekämpfen. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Steuerreform und orientiert sich an Maßnahmen anderer EU-Staaten.
Was bedeutet das Bargeldverbot für Mietzahlungen auf Zypern?
Gesetzesinhalt im Überblick
Die geplante Regelung sieht vor:
- Bargeldzahlungen über 500 Euro für Miete werden verboten
- Gültig für:
- Langfristige Mietverhältnisse
- Kurzzeitvermietungen (z. B. über Airbnb, Booking.com)
- Gültig ab: 01.01.2026

Erlaubte Zahlungsmethoden ab 2026
Um weiterhin gesetzeskonform Miete zu zahlen, müssen digitale Zahlungsmittel verwendet werden. Darunter fallen:
- Banküberweisungen (z. B. SEPA)
- PayPal
- Revolut
- Google Pay
- Apple Pay
- Wise
- Stripe
- Andere lizenzierte E-Geld-Dienste
Diese Zahlungsmethoden bieten nicht nur Sicherheit, sondern auch Nachverfolgbarkeit für Steuerbehörden.
Hintergrund: Warum ist Bargeld bei der Mietzahlung ein Problem?
Auf Zypern ist es gängige Praxis, Mieten bar zu bezahlen – vor allem bei:
- Ferienwohnungen
- Privatvermietungen
- Wohnungen an ausländische Saisonarbeiter oder Expats
Viele dieser Einnahmen wurden nicht versteuert. Der Staat verliert dadurch jährlich Millionen an Steuereinnahmen. Das neue Gesetz sorgt für mehr Transparenz und Gerechtigkeit im Immobiliensektor.
Welche Strafen drohen bei Verstoß gegen das Bargeldverbot?
Wer ab 2026 dennoch Bargeld über 500 Euro für die Miete annimmt oder zahlt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen:
- Bußgelder
- Nachzahlungen von Steuern
- Steuerstrafverfahren
- Verlust steuerlicher Vorteile
- Möglicher Ausschluss aus offiziellen Registern
Besonders gewerbliche Vermieter und Eigentümer von mehreren Immobilien sollten ihre Prozesse frühzeitig anpassen.
Weitere Maßnahmen der Steuerreform auf Zypern
Neben dem Bargeldverbot plant die zyprische Regierung folgende zusätzliche Schritte:
1. Temporäre Schließung von Firmen bei Steuerverstößen
Unternehmen, die wiederholt Steuern nicht zahlen, können für 48 Stunden geschlossen werden.
2. Pfändung von Unternehmensanteilen
Ab einem Rückstand von 3000 Euro dürfen Anteile eingezogen werden.
3. Digitale Steuerbescheide
Steuerpflichtige erhalten ihre Bescheide künftig ausschließlich elektronisch.
4. Sachwertübertragung bei Steuerschulden
Wer über 10.000 Euro Steuerschulden hat, kann Immobilien oder Sachwerte abgeben.
5. Keine Löschung von Firmen bei Steuerschulden
Unternehmen mit offenen Steuerforderungen bleiben zwingend registriert, bis die Schulden beglichen sind.
Auswirkungen auf Vermieter auf Zypern
Vermieter – insbesondere solche mit Einnahmen über Plattformen wie Airbnb – müssen:
- Zahlungsprozesse auf digital umstellen
- Zyprisches oder EU-Bankkonto einrichten
- Einnahmen sauber dokumentieren
- Steuerlich korrekte Rechnungen ausstellen
Wer dies nicht tut, läuft Gefahr, in die Schattenwirtschaft eingestuft zu werden und hohe Sanktionen zu riskieren.
Was ändert sich für Mieter auf Zypern?
Auch Mieter müssen sich anpassen:
- Barzahlungen über 500 Euro werden illegal
- Digitale Zahlungsmittel werden verpflichtend
- Belege sind Pflicht, um Mietzahlungen nachweisen zu können
- Wer bar zahlt, kann nicht beweisen, dass die Miete gezahlt wurde
Besonders betroffen sind Gastarbeiter, Studenten oder Personen ohne Bankkonto. Die Regierung kündigte hier Hilfsangebote und Aufklärungskampagnen an.
Was bedeutet das für Investoren und Ferienvermieter?
Eigentümer, die Immobilien als Kapitalanlage auf Zypern nutzen, müssen künftig:
- Ein nachvollziehbares Zahlungssystem vorweisen
- Steuererklärungen vollständig abgeben
- Alle Zahlungen digital und belegbar empfangen
Viele internationale Investoren werden sich anpassen müssen – insbesondere, wenn sie bislang Mieteinnahmen steuerfrei bar erhielten.
Vergleich: Andere EU-Länder mit Bargeldgrenzen
Land | Bargeldgrenze (Miete) | Besonderheiten |
---|---|---|
Griechenland | 500 Euro | Gilt seit mehreren Jahren |
Italien | 1000 Euro | Strenge Geldwäschekontrollen |
Frankreich | 1000 Euro | Grenze gilt auch für Privatpersonen |
Zypern (ab 2026) | 500 Euro | Nur digitale Zahlung ab dieser Summe |
Fazit: Jetzt handeln und vorbereitet sein
Die neue Regelung betrifft tausende Mieter und Vermieter auf Zypern – sowohl privat als auch gewerblich. Wer weiterhin legal vermieten oder wohnen möchte, muss digitale Zahlungswege etablieren und sich an die neuen Vorgaben halten.
✅ Vermieter-Tipps:
- Konto bei Revolut oder Wise anlegen
- Mietverträge anpassen (Zahlungsart digital)
- Einnahmen korrekt versteuern
✅ Mieter-Tipps:
- Keine Barzahlung über 500 Euro mehr leisten
- Zahlung stets dokumentieren (z. B. Screenshot)
- Digitale Zahlungsmethoden vorbereiten
Häufige Fragen (FAQ)
Kann ich meine Miete in bar zahlen, wenn sie unter 500 Euro liegt?
✅ Ja, das ist weiterhin erlaubt.
Was passiert, wenn ich trotzdem bar zahle?
❌ Es drohen Bußgelder und steuerliche Konsequenzen.
Gilt das Gesetz auch für Airbnb-Vermieter?
✅ Ja, alle Mietformen über 500 Euro sind betroffen.
Welche digitale Zahlungsart ist am besten?
💡 Für internationale Nutzer sind Revolut, Wise oder SEPA-Überweisungen sehr praktikabel.